Verbrenner vor dem Aus? Warum E-Autos unsere Zukunft sind
SHift - der Norden macht Zukunft
16.03.2026 35 min
Zusammenfassung & Show Notes
Hast du schon ein E-Auto? Wenn nicht: Was hält dich davon ab? In dieser Folge widmen wir uns den Elektroautos, einem wichtigen Teil der Mobilitätswende. Dafür haben wir uns Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima aus Düsseldorf an den Kaffeetisch geholt. Charly plant und errichtet Infrastruktur für elektrische PKW und LKW.
Niklas ist krank, deshalb stellt Sandra unserem Gast in dieser Folge u.a. folgende Fragen:
- Warum steigen wir überhaupt auf E-Mobilität um?
- Wie viele Elektroautos fahren schon auf unseren Straßen?
- Welche Bedenken äußern Zweifler beim Thema E-Auto?
- Wie werden sich die E-Autos in Zukunft technisch weiterentwickeln?
- Wie gut sind die Ladezyklen mittlerweile?
- Wie lange kann ich eine E-Auto-Batterie nutzen bis zu einem Wechsel?
- Sind Elektroautos wirklich nicht nachhaltig?
- Was ist ein PlugIn-Hybrid?
- Wie gut ist die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland?
Viel Spaß bei unserem Klönschnack mit Tiefgang!
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Über unseren Gast:
Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima arbeitet als Head of Commercial Vehicle and Fleet Charging bei GP JOULE Connect. Das Unternehmen plant, baut und betreibt Ladeinfrastruktur und integrierte Energielösungen für Elektromobilität. Charly verantwortet den Marktaufbau für den Bereich Schwerlast, auf den sich sein Arbeitgeber seit einiger Zeit spezialisiert hat. Er ist Quereinsteiger: Vor seiner jetzigen Tätigkeit hat Charly u.a. seinen Doktor in organischer Chemie an der LMU in München gemacht.
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Über unseren Gast:
Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima arbeitet als Head of Commercial Vehicle and Fleet Charging bei GP JOULE Connect. Das Unternehmen plant, baut und betreibt Ladeinfrastruktur und integrierte Energielösungen für Elektromobilität. Charly verantwortet den Marktaufbau für den Bereich Schwerlast, auf den sich sein Arbeitgeber seit einiger Zeit spezialisiert hat. Er ist Quereinsteiger: Vor seiner jetzigen Tätigkeit hat Charly u.a. seinen Doktor in organischer Chemie an der LMU in München gemacht.
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Transkript
Du wirst jetzt mit diesem Auto die Welt
nicht retten du kannst deinen kleinen
Anteil dazu beitragen, mach es einfach.
Und wenn jemand weiter Verbrenner fahren
möchte, dann sage ich dem, mach, ist doch
alles cool, ich will dich nicht überzeugen
ich finde das Produkt einfach besser.
Irgendwann wirst du vielleicht auch
auf den Geschmack kommen und wenn
das Verbrenner aus nicht kommt, dann
ist das zwar doof aber es wird jetzt
diesen Run von E-Autos nicht aufhalten.
Klönschnack mit Tiefgang.
Das ist Schiff.
Der Norden macht Zukunft.
Der Energiewende-Podcast der EKSH.
Charlie, schön, dass du da bist.
Ja, hallo und danke,
dass ich hier sein darf.
Ja, ich freue mich sehr, dass du da
bist und ich würde eigentlich direkt
gerne mal wissen, fährst du elektrisch
und wenn ja, aus Überzeugung oder
weil dein Arbeitgeber dich zwingt?
Ich fahre seit fünf
Jahren jetzt elektrisch.
Also es gibt bei uns nur Elektroautos
zu fahren, aber GP Joule fährt
seitdem es sie gibt nur elektrisch.
Also seitdem dann auch ordentliche Autos
zur Verfügung standen und wir hatten
zwischendurch 400 E-Autos im Fuhrpark.
Also wir sind da tatsächlich
sehr, sehr weit voran.
Aber bei meinem alten Arbeitgeber bin
ich auch schon mal immer E gefahren.
Und sag ich mal, wenn du einmal
da drin bist, dann fährst
du auch nichts mehr anderes.
Weißt du noch, wann du das
erste Mal E-Auto gefahren bist?
Ja, boah 2001.
Okay, das erste Mal E-Auto
fahren, das vergisst man nie.
Nee, definitiv nicht.
Du drückst einmal aufs Gas
und merkst auf einmal, dass du
in einem anderen Auto sitzt.
Und das Fahrgefühl ist
auf jeden Fall sehr cool.
Ja, das macht sehr viel Spaß.
Kann ich nur jedem empfehlen tatsächlich.
Ja.
Aber bevor wir jetzt zu lange vom
E-Auto-Fahren schwärmen, würde ich erst
mal sagen Hallo an alle, die uns zuhören.
Freut uns sehr, dass
wieder eingeschaltet habt.
Und traurige Nachricht, wir müssen
heute auf Niklas verzichten.
Lieben Gruß an Niklas, der
ist heute leider nicht dabei.
Das erste Mal also, dass ich hier
alleine mit einem Gast sitze Und
der sitzt mir hier gegenüber.
Charlie, darf ich dich nennen?
Das freut.
Genau gerne.
Dein voller Name ist ein bisschen länger.
Ich habe hier stehen Dr.
Karl Philipp Thömann de Lima.
Ja, Karl Philipp Töber ist mein langer
Name, deswegen Charlie vorne und Delima
habe ich von meiner wunderschönen
spanisch-brasilianischen Frau mir
dazugeholt, um es maximal kompliziert
zu machen und meinen Doktor habe ich
auch irgendwann mal in organischer
Chemie gemacht, also fachfremd also
deswegen gerne Charlie, macht es für
alle ein bisschen einfacher, aber so
findet man mich auf den Plattformen
unter dem langen Namen leider.
Ja sehr gut Jetzt haben wir ihn
einmal genannt ab jetzt sage ich
nur noch Charlie, das macht den
Podcast direkt fünf Minuten kürzer.
Ja, genau Du bist seit Oktober 23 bei
der GP Jewel Connect angestellt und dort
auch seit April letzten Jahres Head of
Commercial Vehicle and Fleet Charging
Genau, schon wieder so ein langer Titel.
Es heißt eigentlich, dass ich für den
Bereich Schwerlast grob zuständig bin,
also für den ganzen Marktaufbau und
für den Sales- und den Marketingbereich
und dort haben wir uns jetzt seit grob
anderthalb zwei Jahren als vollem Fokus
darauf eingeschossen bei GPJU Connect.
Planer und Errichter von der
Infrastruktur, haben vor, ich glaube,
sieben Jahren angefangen im Pkw-Bereich
also langsames Laden, wo wir ja glaube
ich, jetzt als erstes drüber sprechen
werden, also AC-Laden und jetzt seit
zwei, zweieinhalb Jahren sind wir voll
im Bereich Schwerlast unterwegs, weil
wir da denken, dass da auf jeden Fall
die Zukunft auch mehr und mehr liegt und
wir sehen ja auch die Zulassungszahlen
da weit anspringen und es macht auch sehr
Spaß mit Spediteuren zu arbeiten, genau.
Und das mache ich jetzt seit
einem Jahr und da geht es auf
jeden Fall gut ab in der Branche.
Das ist gut.
Keine Langeweile bei dir am Arbeitsplatz.
Du hast es schon kurz erwähnt
einen Doktor hast du auch.
Ich habe es ja auch schon vorgelesen.
Promotion an der
Ludwig-Maximilians-Universität in
München vor sechs Jahren ungefähr.
In der Chemie, hast du auch gesagt.
Ja, genau.
Das fragen mich viele, wie ich dann
in der Elektromobilität gelandet bin.
Also ich habe im Ursprung eine
Organ- und Metallkatalyse in
der LMU in München gemacht.
Was im entferntesten was
mit Wasserstoff zu tun hat.
Aber ich bin einfach über den Umweg
über Patentanwaltswesen Habe ich mal
ein halbes Jahr ausprobiert und dann
habe ich bei einem Hersteller für
Ladeinfrastruktur angefangen weil ich
irgendwie dieses Feld super, super
spannend fand und auch zukunftsweisend
und deswegen bin ich einfach hier hängen
geblieben und ja, durch viel Arbeit und
Wissensdurst, Darf ich jetzt die Sachen
machen, die eigentlich fachfremd sind
gegenüber dem Ingenieur vielleicht?
Aber zeigt ja auch so ein
bisschen, wo man dann landen kann.
Ja, ich glaube, das geht tatsächlich
vielen so, die in der Energiewende-Welt
arbeiten, dass sie vielleicht nicht
unbedingt den Plan hatten, dort zu
enden aber jetzt sehr happy da sind.
Wir sind auf jeden Fall happy, dass Du bei
uns jetzt im Schiff-Podcast gelandet bist,
denn man kann es schon raushören, du weißt
eine ganze Menge über Elektromobilität
und über Elektromobilität wollen wir
heute auch sprechen, über E-Autos
E-Pkw jetzt erstmal in dieser Folge und
die Ladeinfrastruktur Wie immer haben
wir hier ein paar Leckereien für dich
hingestellt Bediene dich gerne und dann
lass uns in Ruhe ein bisschen quatschen.
Beginnen würden wir mal mit der
Frage, warum steigen wir denn
überhaupt auf E-Mobilität um?
Das ist eine... Glaube ich so
die komplexeste Frage und die am
meisten emotionalisierte Frage,
finde ich in diesem Kontext.
Und ich versuche, das so immer
ein bisschen aufzudröseln
ein bisschen zu unterteilen.
Einmal den politisierten Aspekt der ist
halt da und wir müssen das Klima schützen.
Wie wir da hinkommen gibt
es ja verschiedenste Wege.
Elektroauto fahren, aber vor allem
auch E-Truck fahren, das wird dazu
führen, dass wir langfristig die
Klimaziele auf jeden Fall beenden
Verbessert verfolgen können, sagen wir
es mal so, wird jetzt aber natürlich
nicht die Lösung sein für das Thema.
Auf der anderen Seite ist es aber
so, deswegen drei Themen, das
zweite Thema ist dann so, dass wir
einfach die Lebensqualität in den
Ballungsräumen und in den Städten
dadurch einfach deutlich erhöhen können.
Das wird mir in der Diskussion Oft
einfach fehlt einfach, finde ich.
Also du fährst einfach, es ist deutlich
leiser, du hast deutlich weniger
Verschleißteile, du hast einfach
allgemein das ganze Thema, führt
einfach dazu, dass wir auch weniger
Emissionen in den Städten haben.
Deswegen sind ja die Kollegen aus
China beispielsweise so dahinterher
ist natürlich auch sehr politisch
bei denen, aber einfach zu
elektrifizieren, weil die den Smog
in den Städten runterkriegen müssen.
Und unsere Schmutzbelastung in den
großen deutschen Städten vielleicht
jetzt nicht hier, weil es sehr viel Wind
gibt, aber in Stuttgart, München oder
dergleichen ist die schon sehr hoch.
Das ist ja Der zweite Punkt und der
dritte Punkt ist einfach, dass das
Produkt E-Auto, meiner Meinung nach,
sei ich jetzt fünf Jahre fahre,
einfach sehr gut ist und Spaß macht.
Und auch die Kostenseite deutlich
positiver wird, weil einfach der Diesel
wird immer teurer oder Diesel ist ja
vielleicht im LKW-Bereich unterwegs,
aber Benzin wird immer teurer.
Der Strom wird immer hoffentlich...
Bald immer günstiger und das soll den
einfach so den Weg dahin begleiten.
Das sind so drei Themen, wo ich denke,
dass wir da positive Tendenzen haben.
Ich bin davon weg, jemanden versucht
zu bekehren sondern sage denen einfach,
also meinen Eltern und so, ich sage denen
einfach, setze ich mein E-Auto und fahre.
Und meine Eltern fahren seit vier
Jahren zumindest einen von den zwei
Autos E. Weil das Produkt einfach
meiner Meinung nach überzeugt.
Aber es ist vor allem dieses
Thema Lebensqualität Qualität zu
erhöhen in den Innenstädten ist
für mich erstmal das größte Thema.
Und dann Klimaziele und hast du nicht
gesehen, das ist schon ein sehr großer
Pott, den ich finde der so oft ein
bisschen zu viel da reingezogen wird.
Das ist meine private Meinung natürlich.
Ja interessant.
Aber es ist ja schön wenn wir sogar
drei Gründe oder drei Bereiche
aufmachen können, warum wir auf
Immunität umsteigen sollten.
Der Umstieg geschieht ja schon.
Kennst du Zahlen über den Anteil
von E-Autos in Deutschland oder
sogar in Schleswig-Holstein?
Ich spick jetzt einmal beim iPad,
sonst kann ich gleich auf jeden Fall
frei sprechen, aber über Zahlen bin
ich mir sehr gerne sehr sehr genau.
Also wir haben jetzt auf jeden Fall
konstant im letzten Halbjahr immer bei den
Neuzulassungszahlen so grob 19, 20 Prozent
bei den vollelektrischen Die Hybride
sind witzigerweise bei 40% und Benziner
sind gleich wie Elektro, grob also ganz
grob 19-20% und Diesel immer abfallender.
Das sind die Neuzulassungszahlen und
der Anteil am Gesamtbestand sind 3,89%
aus Oktober 2025 Rein elektrisch.
Rein elektrisch in Schleswig-Holstein.
Das ist von e-mobilität.sh.
Das sind die Quellen, für
jemand, der nachgucken möchte.
Im Gesamtbestand in Deutschland
ist es ähnlich, auch 3,9%.
Okay, das ist ja noch nicht so viel,
würde ich jetzt erstmal sagen, oder?
Sind, aber 2 Millionen Pkw.
Ist ja noch einiges zu tun.
Gab es nicht auch mal ein Ziel,
bis 2030 10 Millionen zu haben?
Ja, das ist ja dieses
Thema mit der Politik.
Du musst irgendwann ein Ziel ausrufen um
das anzustacheln das politische Drücken
Das bringt meiner Meinung nach nichts.
Ich bin alter Produktmanager.
Also bevor ich jetzt die
Sales-Marketing-Richtung
gegangen bin, habe ich vier
Jahre Produktmanagement gemacht.
Das heißt, du designst und kreierst
Produkte, die man verkaufen
kann und überzeugen müssen.
Und meiner Meinung nach haben einfach
die deutschen Autos lange nicht überzeugt
auch einfach rein, was die Technik angeht
Also ich fahre halt Tesla die ganze Zeit.
Den letzten habe ich bekommen,
bevor er so durchgedreht ist.
Das ist cool zur Verteidigung.
Aber das Produkt ist... Muss meine
Meinung überzeugen Und es tut es jetzt.
Die Zulassungszahlen sind ohne eine
Förderung im letzten halben Jahr wieder
angestiegen weil das Produkt der deutschen
Autobauer deutlich besser geworden ist.
Die Kosten sind gesunken und du
musst meiner Meinung nach hier
überhaupt gar nicht den Leuten das
aufdrücken sondern das Produkt.
Produkt überzeugt dann auch die
Ladeinfrastruktur, vielleicht nicht
an den deutschen Autobahnen, aber
in den Innenstädten und auch auf dem
Land an den Tankstellen, die ist da.
Du brauchst eigentlich nicht mehr
irgendwo Angst haben, dass du innerhalb
von 30 Kilometern, egal wo du bist in
Deutschland, eine Ladestation findest.
Tesla hat ihre Ladestation
auch aufgemacht für Dritte.
Also wenn du kein Tesla hast
kannst du da auch laden.
Also diese drei Punkte Technik Kosten
und Lademöglichkeiten die einfach
jetzt gegeben meiner Meinung nach
und deswegen wird es attraktiver.
Also du... Geht davon aus dass
der Anteil jetzt von Jahr zu
Jahr auch stärker steigen wird?
Ich weiß nicht, ob stärker, aber
ich finde, jeder Fünfte ist für
mich schon mal mehr, als man denkt.
Und was ist eine Lebensdauer
von einem Pkw, so 10, 15 Jahre?
Dann wird es schon in 10 Jahren, wenn
es schon mal diese 6, 7 Millionen sein.
Aber ich finde es auch, wir sollten uns
nicht in so eine Diskussion reinbegeben,
wir brauchen diese Zahl bis dahin
sondern es muss einfach gesund wachsen.
Natürlich hat man diese Ziele,
um das Thema anzutreiben Aber
es muss ein positiver Vibe sein.
Und der war bis jetzt, fand
ich, sehr aufdiktierend.
Ja, ich bin ja auch eher ein Fan davon,
sich Ziele zu setzen, wo man vielleicht
auch weiß, boah das wird hart, als so
ein Wischi-Waschi-Ziel wo ich weiß,
das schaffe ich sowieso, da muss ich
mir eigentlich auch kein Ziel setzen.
Aber okay, du sagst jetzt, also
du feierst das E-Auto ja sehr, um
es jetzt mal so auszudrücken Ja.
Aber es gibt ja auch Menschen
die damit hadern umzusteigen
von Verbrenner auf E-Autos.
Was sind da die Herausforderungen?
Was gibt es da für Bedenken?
Ähm, ich nehme immer meine Eltern als
Beispiel, weil die wirklich diesen
klassischen Weg genommen haben, auch
sehr kritisch alles hinterfragt haben.
Wie, also Reichweitenangst
komme ich irgendwo hin?
Reicht es im Winter aus?
Boah die Längen, die mir die
Batteriekapazität angibt die
stimmen ja überhaupt nicht.
Ich muss mich damit auseinandersetzen,
wo ich lade und so weiter Das sind
auch alles valide Punkte, die wirklich
beim Umstieg schon ein Thema sind.
Also du kannst nicht einfach von hier
nach Düsseldorf im Auto fahren ohne
dir ein gutes Navi also wenn du jetzt
kein Tesla hast, weil die ein eigenes
Ladenetzwerk haben und das wird dir
einfach angezeigt aber... Du musst dir
schon Gedanken machen, wo du lang fährst.
Die neuesten Apps machen das
jetzt aber alles für dich.
Also das fehlte schon.
Dann das Thema Reichweite Die Reichweite
von den Autos vor drei, vier, fünf
Jahren, die war wirklich weit von dem
entfernt von dem was angegeben wurde.
Das muss man auch
einfach mal konstatieren.
Das stimmt einfach.
Also die alten Autos die
fuhren nicht so weit wie... Wie
der Hersteller das promotet.
Also dieses WLTP, so heißt das, das
ist meiner Meinung nach, bevor mich
jetzt hier jemand verklagt, das
ist meine private Meinung, die ich
beobachte in meinem Auto, die spiegelt
nicht das ab, was mir angegeben wird.
Bei den neueren Wagen
sieht das schon anders aus.
Auch bei den E-Trucks da kommen
wir später drauf zu sprechen, da
ist die sehr genau beispielsweise.
Und das sind so die Herausforderungen
Und man sieht an den deutschen
Autobahnen einfach gerade nichts,
was vorangeht weil da nicht
Ladestationen aufgebaut werden können.
Da gibt es einfach einen Rechtsstreit
zwischen der Autobahn GmbH und zwei,
drei Betreibern wer da aufbauen darf.
Und deswegen wird an den
deutschen Rasthöfen direkt an der
Autobahn sehr wenig aufgebaut.
Das heißt, man sieht visuell...
Nicht viele Ladestationen aber die
Ladestationen stehen alle in zweiter
Reihe an einem Autohof, bei einem
Fastfood-Restaurant wie auch immer.
Ja das ist mir auch schon aufgefallen
Das ist, glaube ich, das Thema, warum
es bei vielen immer noch Zweifel gibt.
Aber wie alles im Leben, wenn
man sich einmal darauf einlässt
und das ein bisschen im Kopf
hat, ist es wirklich super.
Und man muss sich auch
hinterfragen, fahre ich wirklich oft
Langstrecke Das ist so das Thema.
Für dieses Einmalen in Skiurlaub fahren,
deswegen das Auto nicht zu wechseln
obwohl man das Auto sonst gut findet,
das sollte nicht der Punkt sein.
Ich sage immer, wenn ich dann in den
Urlaub fahre, jetzt beginnt mein Urlaub
wenn ich ins Auto steige, weil ich
fahre sowieso nur 130 kmh Du wirst
bestraft von deinem E-Auto, wenn du
zu schnell fährst kriegst du fort die
Rechnung im Sinne von, du fährst nicht
mehr so weit und kommst entspannter an.
Also das ist so das Thema, wo ich auch
immer wieder die Leute dran erinnere.
Also mein Vater fährt, seitdem er E-Fahrt
fährt er selbst privat seinen Benziner
noch mit 140 und früher Vollgas 200
und gibt ihm und jetzt sehr entspannt.
Man kommt ein bisschen runter,
wenn man E-Auto fährt, alles klar.
Ja, ist so, du fährst sehr
entspannt auf jeden Fall ja.
Ja du hast es schon ein bisschen
angesprochen, insbesondere was die
Reichweite angeht und auch was Apps
angeht dass die technische Entwicklung
bei den E-Autos in den letzten
Jahren große Sprünge gemacht hat.
Glaubst du, da ist noch mehr zu erwarten?
Oder haben wir jetzt so einen
Technologiestand erreicht, wo man
sagt, ja klar, irgendwo wird immer
noch ein bisschen was passieren, aber
die ganz großen Sprünge die hatten
wir jetzt in den letzten Jahren?
Ich glaube, wir sind schon sehr weit,
was jetzt auch die deutschen Autobauer
endlich, also ich saß gestern endlich
mit einem guten Skoda, was ja auch...
VW ist, also die haben endlich mal ein
sehr vorzeigbares Entertainment-System,
wo auch der Touchscreen funktioniert
und nicht so hinterherhängt dass man
ja sowas kennt, was halt die Amerikaner
und die Asiaten schon seit fünf Jahren
können, einfach mal sagen, ein Tablet
einfach sich da zu installieren und das
funktioniert dann auch wie privat genutzt
und ich glaube, wo es noch drauf...
Wo noch ein Push kommen könnte, ist
bei der Erhöhung der Batteriekapazität.
Jetzt ist man ja so grob bei
einer Reichweite von maximal 450
Kilometern Aber lass mal realistisch
mit 350 Kilometern was ja drei
Stunden Autofahrt ist übrigens.
Man sollte dann auch mal
vielleicht einen Stopp einlegen.
Sage ich auch immer allen, aber auch
bei der Ladeleistung Da ist noch ein
Thema, weil nicht jedes Auto tankt
In Anführungszeichen gleich schnell.
Also man fängt meistens wenn
man eine niedrige Batterie
hat, sehr, sehr schnell an.
Und viele Modelle, da ist zum Beispiel
auch mein Auto nicht, also ich habe ein
Model Y nicht sehr gut, die gehen relativ
schnell runter mit der Ladeleistung
und dadurch lädst du langsamer, weil
die ihre Batterie schonen wollen.
Also das heißt, die ersten
Prozente im Ladezyklus die gehen
fix und dann wird es langsamer.
Genau, die machen das, die schonen damit
die Batterie damit die länger lebt.
Es gibt aber auch Technologien die einfach
in einem höheren Voltbereich laden also
statt 400 Volt 800 Volt, das ist ein
bisschen Physik bitte einfach nachgucken
da wird einfach weniger Wärme erzeugt etc.
Da kann man länger auf einem hohen Niveau
laden wo beispielsweise auch LKWs sind.
Die fahren dann wirklich 80% Dadeleister
auf einem sehr hohen Niveau durch und
fahren dann erst runter gegen ein PKW
Echt schnell anfängt und langsam aufhört.
Ich saß mal, um das bildlich zu
erklären, bei einem Kollegen,
der bei BMW in-house den Leuten
erklärt hat, wie Ladeinfrastruktur
und Elektroautos funktionieren.
Und die haben da so ein educational
Video gemacht und die haben einfach ein
Weißbier einschenken als Bestseller Bild
genommen, so die ersten 60% gehen super
schnell und hinten raus wo man dann
die Schaumkrone aufsetzt, die dauern
dann halt ihre 5 Minuten länger und das
finde ich das Bild finde ich sehr gut
zu erklären, aber da wird es noch einen
Sprung geben, nichtsdestotrotz sage ich
immer nach 3 Stunden, 3,5 Stunden wo
bei mir auch die Batterie leer ist, also
300 Kilometer roundabout 350, mache ich
sowieso eine Pause, dann steige ich aus,
klemme an und schwuppdiwupp ist diese
Viertelstunde die ich brauche, oder 20
Minuten sind auch einfach um Ja, also
dieses Frühjahr mit Kindern hinten drin,
Partnerin Partner auf dem Beifahrersitz,
ich gehe hier tanken wir fahren heute in
den Skiurlaub 700 Kilometer, ich mache
genau fünf Minuten Pause, weil ich da
reinstecke, kann schnell tanken hole
mir noch einen Kaffee und fahre weiter.
Das ist ja auch heutzutage macht
man das ja auch einfach nicht mehr.
Also das hat mein Vater früher
gemacht, aber ich finde, man
macht schon Pausen inzwischen.
Ja, und sobald man eine Toilettenpause
dazu kommt, ist es mit fünf
Minuten sowieso wieder knapp.
Dann isst man vielleicht draußen
auch nochmal das Brötchen, um das
Auto nicht voll zu krümeln oder so.
Ich glaube auch, also die
wenigsten schaffen das wirklich
mit den fünf Minuten Pausen.
Du hast gerade eben schon ganz kurz
angesprochen, dass die Batterie
geschont werden soll beim Ladeprozess
Die Batterie ist ja sowieso auch
so das Herzstück eines E-Autos.
Wie lange dauert das Kann ich
dann mit so einer Batterie fahren?
Also wann ist die soweit beschädigt
oder abgenutzt dass ich sagen muss,
okay, ganz ehrlich, die Reichweite
das kannst du niemandem mehr antun
die muss eigentlich gewechselt werden?
Ich antworte jetzt mal von dem, was
ich weiß von Kollegen, die lange ihre
Autos fahren, weil... Wir sind ja
wirklich auch in der Evolutionsstufe
bei Autos die halt, um auf die 100.000
200.000 Kilometer zu kommen, da musst
du auch ein paar Jahre für fahren.
Also ich kann nur davon berichten, dass
Kollegen aus der Branche ein Model S
fahren, also zehn Jahre alt, und die sind
schon 250.000 Kilometer gefahren Die haben
nur 80% Batteriekapazität, immer noch.
Das heißt, ich glaube... Du kriegst auch
eine gewisse Kilometeranzahl bei VW und
so als Garantie auch in der Zukunft.
Aber bis jetzt sehe ich keine
Abnutzungserscheinungen, die
jetzt wirklich relevant wären.
Ja, weil das ist ja auch
die große Angst von vielen.
Du investierst in ein relativ
teures Auto und ausgerechnet das,
wo du am längsten dran Spaß haben
möchtest, haben viele Angst davor,
dass es schnell in die Knie geht.
Aber es scheint gar nicht so zu sein.
Also du fährst... Im Schnitt würde
ich jetzt mal sagen, wenn du jetzt
nicht wie ich viel auf der Autobahn
bist, fährst dein Auto im Jahr
10.000 Kilometer und nach sieben,
acht Jahren kaufst du dir ein neues.
Wenn du selber investierst würde ich
jetzt mal grob sagen, also manche
früher, weil sie ein schnelleres, neues
Modell haben wollen, manche später.
Und dafür reicht es komplett aus.
Wo man natürlich trotzdem kritisch drüber
reden muss, ist der Wiederverkaufswert
einfach groß Kritisch weil eben wie du
gesagt hast, nicht jeder richtig weiß,
wie lange ist er auf diesem Zweitmarkt.
Ist das überhaupt technisch auf dem
neuesten Stand, die Batterie hält?
Und da muss man schon sagen, da sollte
man kritisch hinterfragen, ob das
Erwerben des E-Autos aktuell das Richtige
wäre oder man einfach ein Leasing in
Anspruch nimmt für zwei oder drei Jahre.
Weil der Wertverfall, das sollte
man sich schon angucken der ist
schon aktuell schon relativ hoch.
Weil halt auch die neue
Technik, ist wie mit dem iPhone.
Man kauft ein iPhone, man kriegt
immer noch verkauft, aber... Der
Wertverfall ist da da, obwohl es
fast das Gleiche kann wie das Neue.
Aber deswegen, also ich rate, wenn
mich jemand privat fragt meist
dazu, dass man Leasing in Anspruch
nimmt, weil die Releasing-Raten auch
einfach super, super attraktiv sind.
Also, ja.
Aber wir haben ja am Anfang auch über
den Bestand an EOTOS in Deutschland
gesprochen und ich denke, wenn wir da
hohe, hohe Zahlen erreichen wollen,
dann brauchen wir ja auch gerade den
Gebrauchtwarenmarkt, weil es gibt einfach
viele Menschen in Deutschland, ich Ich
habe jetzt keine Zahlen, aber ich würde
mal behaupten aus dem Bauch heraus, dass
auf jeden Fall die Mehrzahl der Menschen
gebrauchte Autos kauft und nicht Neuwagen.
Und deswegen ist es natürlich super,
wenn man dann auch guten Gewissens ein
gebrauchtes E-Fahrzeug kaufen kann.
Genau, ich sage ja von neu zu gebraucht
da ist der prozentuale Wertverlust
gegenüber dem Benziner groß Also
im Benziner verliert man ja schon
viel Geld, wenn du einen Neuwagen
kaufst Aber beim E ist es schon so.
Aber Freunde, die im Gebrauchten gekauft
haben, die haben ein Schnäppchen gemacht.
Also im Gebrauchten mit irgendwie
20.000 Kilometer sich anzuschaffen,
das sieht eigentlich ganz gut aus.
Keine Kaufempfehlung, aber die Zahlen,
die müsst ihr jetzt nochmal nachgucken.
Ich glaube auch, dass von den E-Autos
bestimmt 80% Firmenwagen sind.
Ja, das darf man nicht außer
Acht lassen, glaube ich.
Ja, es gibt immer noch so einen Mythos
der sich sehr hartnäckig hält, wie ich
finde, dass E-Autos nicht nachhaltig seien
insbesondere wegen der Batterieproduktion
Da würde ich gerne nochmal mit dir drüber
sprechen und insbesondere vielleicht auch,
ich meine da gibt es Zahlen, ab wann ein
E-Auto im Grunde nachhaltiger ist als
der Verbrenner Weil in der Produktion
scheint der Verbrenner ja erstmal zu
gewinnen, so habe ich das immer gehört.
Ich finde, die Diskussion ist sehr biased
und auch sehr, also biased übersetzt heißt
so ein bisschen vorangenommen weil sie
zielt ja ganz klar auf eine unfaire Sache.
Bei einer Batterie hast du alles,
was zu Energieerhaltung und
Speicherung ist, in deinem Auto drin.
Beim Verbrenner füllst du das
Speichermedium durch die Flüssigkeit ein.
Also deswegen ist da alles drin, der
Strom wird irgendwo erzeugt Vielleicht
hängt da gleich irgendwie sowas aber
ein bisschen mal drüber nachdenken.
Und der Recycling-Circle
der fängt ja gerade erst an.
Es gibt Firmen in Kalifornien, in
Deutschland, VW, wer auch immer,
die bauen gerade Recycling-Circles
Mega-Plans auf, weil die sehen, die
Preise für Batteriematerial werden
steigen unermessliche, aber wenn
du es recycelst die Recyclingquoten
sind ja bei 97, 98 Prozent.
Also das wird alles in Zukunft recycelt.
Deswegen bin ich auch der Meinung, dass
es so ein bisschen biased ist, weil der
Verbrenner an sich, als der angefangen
hat, Die Technologie einzuführen, musstest
du auch erst mal anfangen diesen ganzen
Wirtschaftskreislauf, der ja riesig ist.
In Deutschland sind das über eine
Million Leute, die nur in diesem
Wirtschaftskreislauf arbeiten,
wenn es nicht sogar mehr sind.
Das ist ja so die Zahl,
die immer kursiert.
Das wird beim E-Auto dann auch so sein.
Und um das vielleicht noch ein bisschen
zu unterstreichen, was so Mythen
da angeht es wurde ja immer über
die Tesla-Fabrik in Grünheide, die
verbrauchen so viel Wasser, bla bla bla.
Ja, ja Aber die verbrauchen weniger
Wasser als das örtliche Schwimmbad.
Also diese Mythen sind, finde
ich, ein bisschen... Überzogen.
Man muss trotzdem sagen, natürlich ist
jetzt, wie man an die seltenen Erden
gerade drankommt, super kritisch.
Aber das ist die Realität dann
einfach und man muss das dann
einfach im Sourcing besser regeln.
Da können wir jetzt aber als
Endverbraucher nicht viel machen.
Wir können nur davor sorgen, dass sie
lange gefahren werden und die Zahl,
auf die du nachschmierst, die wird
wahrscheinlich irgendwo so bei 30,
40, 50.000 Kilometer sowas liegen.
Ich meine auch, es war fünfstellig
aber nicht sonderlich hoch.
Also ich hatte auch irgendwie
so 20.000 30.000 im Kopf.
Das heißt, ich schaffe mir das E-Auto
an, statt eines Verbrenners und
würde dann erst mal sagen, okay, die
Produktion des Autos die war schon
ressourcenintensiver Ja auf jeden Fall.
Aber dann fahre ich damit zwei,
drei Jahre und ab dann fahre ich
eigentlich quasi grüner, als wenn
ich einen Verbrenner fahren würde.
Also auf die Gesamtbilanz von der
Herstellung und gleichzeitig im Verbrauch.
Der ist wahrscheinlich auch da mit drin.
Du hast einfach deutlich weniger
Emissionen die du erzeugst.
Aber ich finde, auch die Diskussion
versuche ich immer in die Richtung zu
leiten Ja, passt alles, das Produkt
ist aber auch einfach, macht auch Spaß,
lass dich einfach drauf ein, weil du
wirst jetzt mit diesem Auto die Welt
nicht retten du kannst deinen kleinen
Anteil dazu beitragen, mach es einfach.
Also es ist für mich eine Schutzdiskussion
dafür, dass man sich auf ein neues
Thema einlassen möchte und wenn jemand
weiter Verbrenner fahren möchte, dann
sage ich dem, ist doch alles cool, ich
will dich nicht überzeugen ich finde das
Produkt einfach besser, du irgendwann...
Da wirst du vielleicht auch auf den
Geschmack kommen und wenn das Verbrennhaus
nicht kommt, dann ist das zwar doof aber
es wird jetzt die Welt, also es wird
diesen Run von E-Autos nicht aufhalten.
Diese zwei Millionen, sage ich
auch unseren Tankstellenkunden
immer wieder, die oft gerne
sagen, na E brauche ich nicht.
Da sind zwei Millionen Pkw die es in
Deutschland jetzt gibt, die E fahren, die
werden nie wieder aufhalten Also ein ganz,
ganz kleiner Anteil davon, das ist jetzt
meine private Voraussage die werden nicht
wieder zum Verbrenner zurück wechseln.
Vielleicht ein ganz kleiner
Anteil aber die neuen Kunden,
die werden das überwiegen und
die werden nicht wiederkommen.
Das ist ja auch cool, irgendwie
neue Technologie auch zu fahren.
Du hast anfangs schon gesagt, dass
die Kosten für E-Autos auch deutscher
Hersteller jetzt gesunken sind
und dass die besser geworden sind.
Kannst du mal so einen Vergleich
machen, Anschaffungs und Betriebskosten
vom E-Auto zum Verbrenner?
Boah da müsstest ja gucken,
dass du die gleichen Modelle
auch so richtig vergleichst.
Ich würde, was jetzt so... Diese
Klasse Q5 Tiguan, also diese SUV
Mittelklasse, die ist jetzt preislich
adäquat zum ID.5, ID.4 Enyaq und so.
Die sind schon sehr gleich inzwischen,
weil natürlich die Verbrennerpreise
sind einfach hoch und die Preise
von den E-Autos sind auch gesunken.
Ich glaube, da geht es mehr um
Benzinkosten versus Stromkosten.
Da kommt es natürlich stark
darauf an, wo du lädst.
Zu Hause laden mit einem günstigen
Stromtarif mit BV, machst du fast umsonst.
Du fährst auf jeden Fall pro Kilometer
günstiger, wenn du dich ein bisschen
damit auseinandersetzt, wo du lädst.
Du fährst ja auch nicht, dieser Vergleich
ist auch wieder so schön, ja, wenn ich
öffentlich für 70 Cent lade, dann sag
ich dir, du fährst ja auch nicht privat
jedes Mal zur Autobahn zum Rasthof.
Du tankst ja zu Hause oder fährst
dann auf einen Autohof, um dann
dort günstig zu tanken So hab's ich
zumindest privat früher gemacht, ne?
Ja Sollte eigentlich nicht so sein
Aber ich denke, dass diese Thematik
auch ein Grund dafür sein kann, dass
Menschen erstmal vom Verbrenner auf den
Plug-in-Hybrid umsteigen Das Gefühl,
dass das manchmal so ein bisschen wie so
eine Übergangstechnologie gehandelt wird.
Fangen wir doch einmal kurz damit an.
Was ist ein Plug-in-Hybrid?
Also ein Plug-in-Hybrid hat ein
ganz normalen Otto-Motor drin oder
Verbrennermotor und unterstützen dazu ein
Battery-Pack mit einem Elektromotor der
entweder an der vorderen Hinterachse sitzt
und dort vor allem im Anfahren des Autos
unterstützen soll, weil dort am meisten
Energie beim Verbrenner verbraucht wird.
Man kennt das.
Wenn der erste Gang, da muss man
meisten Druck abgeben, kennt man auch
vom Fahrradfahren, dass du am Anfang
sehr viel Kraft aufwenden musst,
um einmal ins Rollen zu kommen und
später machst du dann den sechsten
Gang am Fahrrad an, dann fährst du
eigentlich nur noch gemächlich dahin.
Das soll diese Grundidee
beim Plug-in-Hybrid sein.
Die sind aber einfach nur sehr sehr
schwer im Sinne von Gewicht Weil
diese Batterie ist ja sehr schwer.
Dann hast du einen Elektromotor der
einfach nur aus Kupfer und Spulen
besteht, der sehr schwer ist.
Dann hast du noch einen Automotor drin.
Und das ist total
ineffizient einfach alles.
Und für mich ist das eine Übergangslösung
und ich möchte deswegen auch keinem
zu nahe treten der hinfährt, aber es
gibt Studien, wo über die Hälfte der
Autos die zurückgegeben werden vom
Plug-in-Mibri, die haben noch nie das
Kabel ausgepackt Von Audi war es glaube
ich, die haben das mal gecheckt dass
über 40-45% der Autos mit eingepacktem
Kabel wieder zurückgegeben wurden.
Und im Nachgang solltet ihr das
Audi irgendwo melden und sagen,
ihr müsst das alles zurückzahlen.
Wenn ihr nicht einmal eure Batterie
benutzt habt, das gibt ja auch
Stimmen in der Politik, vielleicht
ist das nicht technisch umsetzbar,
ist ja mehr so ein Gedankenspiel,
weil das ist ja nicht Sinn der Übung.
Die sind deutlich schwerer du greifst
da einfach eine Förderung, was es
nicht anders ist meiner Meinung
nach, also eine Vergünstigung ab.
Aber wie gesagt, 39 Prozent der
Neuzulassungen im Januar waren hybride.
Scheint ein Business zu sein.
Ja ja.
Okay, keine Fans von Plug-in-Hybriden.
Ich meine, fahr einfach Verbrenner und
tu nicht so, als würdest du diese, das
sind ja nur 50 Kilometer Reichweite
lädst du da auf und die lädst du auch
noch super langsam, weil das nur ein,
also E-Autos lädst du über drei Phasen
also stark Strom im Volksmund, also
wie dein Ofen zu Hause oder diese rote
große, rote Stecker-Elemente Bitte
überhaupt jetzt nicht darauf festhalten,
nur damit man es besser verstehen kann.
Und den Hybrid, den lädst du
wie deinen Laptop Mit einer
Phase, mit einem dicken Kabel.
Und der lädt also ich
lade dreimal so schnell.
Und die stellen auch immer die
ganzen Ladestationen Düsseldorf zu.
Obwohl sie dann irgendwie nur
10 Kilometer damit fahren.
Aber vielleicht die, die in der Endstadt
das benutzen wirklich dann diese...
Also anfahren, das Anfahren zu
erleichtern okay, aber ich weiß nicht.
Um den Puls ein bisschen runterzubringen
machen wir ein kleines Shift-Quiz
eine Entweder-Oder-Runde, das kennst
bestimmt, ich stelle dir eine Frage
und du entscheidest dich für eine der
beiden Auswahlen quasi, darfst natürlich
auch gerne einen Satz dazu sagen,
warum du dich so entschieden hast.
Genau.
Und du hast es gerade schon
ein bisschen angesprochen.
Ich glaube, ich weiß die Antwort.
Lieber langsam beziehungsweise halt
normal laden oder schnell laden?
Ähm... Langsam laden und ich habe
da so eine kleine Anekdote von
meinem ersten Sales-Chef liebe Grüße
Alfred, Holländer seines Zeichens.
Charlie, weißt du, was
das schnellste Laden ist?
Zu Hause.
Du machst nämlich, steckst an, gehst
schlafen, steckst aus, gehst raus.
20 Sekunden.
Weil du einfach, wenn du es zu
Hause machen kannst oder an einer
AC-Ladestation steckst, ausgehst und
hast eigentlich keinen Aufriss, du
musst nicht da neben stehen bleiben.
Okay, also dann schnell laden nur bei
Zeitdruck, ansonsten lieber langsam laden.
Okay, also Und wenn du jetzt die Auswahl
hast, du hast es eilig und du willst
schnell laden oder den Akku wechseln?
Schnell laden.
Schnell laden.
100 Prozent.
Und wenn du dich entscheiden
müsstest lieber öffentlich laden
oder zu Hause an der Wallbox?
Also dadurch, dass ich halt in der
Stadt wohne und keine eigene Garage
habe, lade ich halt öffentlich.
Meine Eltern, die haben ein Haus
und die laden öffentlich Zu Hause.
Ich finde beides
eigentlich sehr attraktiv.
Also ich finde es super, wenn die
Städte da ein gutes Angebot schaffen
und einen fairen Preis anbieten.
Dann macht das auch Spaß.
Also da habe ich jetzt
keine Präferenz tatsächlich.
Auch fair.
Und wenn du dich entscheiden
müsstest, höhere Reichweite oder
schnellere Ladegeschwindigkeit?
Ich glaube einfach höhere.
Ich glaube... Schnelle
Ladegeschwindigkeit, weil ich mit der
Reichweite eigentlich okay zufrieden bin,
weil ich kann dann schneller nachladen
und weiterfahren, weil ich es nach
drei Stunden sowieso eine Pause mache.
Ja, ich glaube genau das.
Okay, da machen wir noch einen kleinen
Abstecher in die Ladeinfrastruktur.
Wie sieht denn die derzeit in
Deutschland oder wenn du hast auch
Zahlen in Schleswig-Holstein aus,
ist der Ausbaustand zufriedenstellend
für die Menge an E-Autos,
die wir auf der Straße haben?
Ähm Und der ist nicht zufriedenstellend
für die Betreiber von Ladestationen
weil wir viel zu viele Ladestationen
haben, die nicht benutzt werden.
Wir haben viel zu viele Ladepunkte
Also die Auslastungsquote ist glaube
ich bei 13, 14 Prozent und du baust
dir eine Ladestation auf, du willst ja
30, 40, 50 Prozent Auslastung haben.
Wir haben viel zu viele
Ladestationen Okay.
Aber in Kiel sind die
Gefühle immer alle belegt?
Ja, dann müssen die hier
mehr aufbauen einfach.
Also in Düsseldorf sind die auch immer
belegt, was ja ein gutes Zeichen ist.
Aber du musst dir vorstellen, so eine
Aral, Total, Ionity, EnBW, die haben ja
an den ganzen Autobahnkreuzen Millionen
von Euro in Ladeinfrastruktur gesteckt.
Und du gehst da laden und dann
bist du teilweise alleine.
Da wird richtig richtig
viel Geld investiert.
Und wir haben... Deutlich zu viele.
Deswegen stockt auch gerade der Ausbau.
Deswegen ist die Branche der E-Mobilität
auch gerade in so einer Findungsphase und
macht viel in Richtung LKW, weil da ein
neuer Markt ist und die alle anfangen.
Aber dieser Ausbau, weiterer
Ausbau von Ladeinfrastruktur
ist ganz steil angefangen.
Und dann sind wir auf einem
kleinen Plateau gelandet.
Also trotzdem bauen die
natürlich weiter aus.
Und EnBW beispielsweise nimmt richtig
viel Geld weiterhin in die Hand.
Aber die Auslastung ist
nicht zufriedenstellend.
Okay, das ist ja aber für
jemanden der überlegt ein E-Auto
zu kaufen, eigentlich positiv.
Ja, du stehst da alleine und du
kannst dir die Ladestation aussuchen.
Und das ist auch das Bittere für die
ganzen Chargepoint Operator, so ist der
Fachbegriff dafür, also irgendwie BP,
PULS, EnBW, die haben da so viel Geld
reingeklopft, weil von denen gefordert
wurde, wir brauchen Ladeinfrastruktur
und dann kommt jetzt keiner laden und
die ganze Branche ist schon sehr am...
Also kein Vorwurf an irgendjemanden Nur
was der Autoverband immer wieder sagt,
dass wir zu wenig Ladeinfrastruktur
haben, das stimmt einfach nicht.
Also es stimmt nicht.
Das ist einfach.
Und wir haben, glaube ich
180.000 öffentliche Ladepunkte
in Deutschland inzwischen.
Das sind die neuesten Zahlen
jetzt, glaube ich, vom Monat.
Und die Auslastungsquote ist
echt nicht gut für den Betrieb.
Okay.
Ja, ich glaube, das soll es zur
Ladeinfrastruktur jetzt auch gewesen sein.
Viel gelernt habe ich
hier auf jeden Fall heute.
Wenn du jetzt zum Abschluss jemanden
überzeugen müsstest dass er oder
sie elektrisch fahren sollte,
was wären dann deine Argumente?
Setz dich einfach mal einen Teil rein
und fahr, weil es macht sehr viel Spaß.
Also genau wie beim LKW kommen wir
an Gleifthof zu sprechen, setzt
euch mal rein und fahrt einfach und
danach... Bist du sehr interessiert.
Und außer wenn du ein Thema mit zu viel
Beschleunigung hast, die schlecht wird,
dann solltest du eher Auto nicht fahren.
Oder zumindest nicht ganz so
doll das Gaspedal runterdrücken.
Super, du hast schon angekündigt,
wir machen noch eine weitere
Folge mit dir, aber für heute
soll es das erstmal gewesen sein.
Wenn ihr was dazu sagen wollt, liebe
Zuhörende ob ihr elektrisch fahrt, warum
ihr elektrisch fahrt oder warum ihr auch
nicht elektrisch fahrt dann kommentiert
doch gerne einfach diese Folge.
Das könnt ihr einfach über eure
App, in der ihr uns gerade hört,
machen und dann freuen wir uns
dort auch von euch zu erfahren, wie
ihr über Elektromobilität denkt.
Ich sage vielen, vielen Dank, Charlie.
Dankeschön.
Schön dass du da warst und
genau, dann bis demnächst.
Ich freue mich auf jeden Fall, die Folge
nochmal zu hören und viel Spaß dabei.
Bis dann.
Das war Shift.
Der Norden macht Zukunft.
Der Energiewende-Podcast der EKSH.