Klimaneutral bis 2040: Schafft Schleswig-Holstein das?
SHift - der Norden macht Zukunft
28.09.2026 30 min
Zusammenfassung & Show Notes
Schleswig-Holstein möchte als erstes Bundesland bis 2040 klimaneutral sein - eine große Aufgabe, vor allem für unseren Gast Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist seit Juni 2022 Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur bei uns im echten Norden. Tobias hinterfragt nicht nur seine eigene Arbeit kritisch, sondern auch die der aktuellen Bundesregierung.
Sandra und Niklas klären mit Tobias u.a. diese Fragen:
Sandra und Niklas klären mit Tobias u.a. diese Fragen:
- Kann Schleswig-Holstein das Ziel „klimaneutral 2040“ noch schaffen?
- Mit welchen Entscheidungen schwächt die aktuelle Bundesregierung unsere Klimaziele?
- Was bedeutet „klimaneutral“ eigentlich?
- Zwischenbilanz: Wo stehen wir aktuell im Jahr 2026 auf dem Weg zur Klimaneutralität?
- Was passiert, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen?
- Landtagswahl 2027: Wie wahrscheinlich ist es, dass Schleswig-Holsteins Klimaziele unter einer neuen Regierung abgeschwächt werden?
- Tut unsere Deutsche Bundesregierung genug um den Klimawandel aufzuhalten?
Viel Spaß bei unserem Klönschnack mit Tiefgang!
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Transkript
Unser Bundeskanzler müsste ein
Klimaschutzkanzler sein, denn es ist
die wichtigste Zukunftsherausforderung,
vor der unser Land steht.
Ich meine, wir haben jedes Jahr zweimal
ein Klimakabinett in Schleswig-Holstein,
wo alle Ministerinnen und Minister
sich mit Experten zusammensetzen,
neue Maßnahmen entwickeln.
Zuletzt war jemand aus der
Versicherungswirtschaft dabei,
der gesagt hat, das ist künftig
alles nicht mehr versicherbar.
Hat sich eigentlich ein Herr
Merz mal mit dem Thema befasst?
Gibt's von ihm irgendwas zitierfähiges
an Aussagen, außer Verniedlichung?
Das Thema muss ganz nach oben
auf die Agenda und das muss immer
unter der Fragestellung laufen:
Wie kriegen wir das beschleunigt?
So können wir nicht weitermachen.
Plönschnack mit Tiefgang.
Das ist Shift – Der Norden macht Zukunft.
Der Energiewende-Podcast der EKSH Tobias,
schaffen wir in Deutschland bis 2045
Klimaneutralität trotz Katharina Reiche?
Ja, wenn die so weitermachen in
dieser Bundesregierung, dann, äh,
können wir uns das alle abschminken.
Dann wird Deutschland seine
Klimaschutzverpflichtungen nicht erfüllen
und, äh, das ist richtig schlecht für die
Weltgemeinschaft, denn wir wissen alle,
Klimaschutz und sozusagen 'ne gute Zukunft
werden wir nur haben, wenn alle mitmachen.
Und wenn dann die drittstärkste
Volkswirtschaft der Welt, äh,
abknickt und sich nicht mehr zu
ihren Zielen bekennt und vor allen
Dingen auch nichts tut, um die zu
erreichen, warum sollen das eigentlich
Länder machen, die wirtschaftlich
vielleicht nicht so entwickelt sind?
Äh, alle wissen, Westeuropa hat historisch
die größten Emissionen in der, in die
Atmosphäre reingetragen, ist damit
verantwortlich für millionenfaches Leid.
Ich meine, wir haben Massensterben auf
der Welt gerade wegen der Klimakrise,
äh, und da steht es uns einfach ethisch,
moralisch und sowieso an, alles zu
tun, um diese Ziele zu erreichen.
Und deswegen schlägt die
Politik der Bundesregierung
wirklich dem Fass den Boden aus.
Also das ist wirklich absolutes
Führungsversagen von der Spitze.
Wir sind gerade in 'ner heftigen
Klimakrise und bis heute hat sich der
Bundeskanzler dazu nicht geäußert,
dass das Robert Koch-Institut,
Bundesinstitution, sagt, dass Mitte Juli
schon etwa 10.000 Menschen in Deutschland,
äh, wegen der Hitze gestorben sind.
Das ist Übersterblichkeit und
in anderen Konstellationen, wir
erinnern uns alle an Corona, war das
Chefsache, sich darum zu kümmern.
Jetzt kriegen wir 'n müdes
Achselzucken von der Bundesregierung.
Das macht mich wirklich wütend,
äh, und auch ein bisschen
traurig und hoffnungslos.
Umso wichtiger ist, dass wir hier auf
der regionalen Ebene möglichst viel
umsetzen, um unseren Beitrag zu leisten.
Das kann man auch nachvollziehen.
Historisch sind häufig die Regionen
diejenigen, die beim Klimaschutz besonders
vorangehen und besonders viel machen,
weil man ja vor Ort auch am besten
spürt, was Klimakrise anrichten kann.
Okay, ich hoffe, wir kriegen
im Laufe der Folge noch 'n
bisschen mehr Positives rein.
Auf jeden Fall schön,
dass du da bist, Tobias.
Du warst schon mal bei uns.
Ähm, die Folge verlinken wir,
sodass ihr da auch unbedingt
noch mal rein, ähm, hören könnt.
Ähm, herzlich willkommen an alle.
Hallo, Alexandra, schön, dass du da bist.
Ja, ich bin auch wieder dabei.
Danke für die Begrüßung.
Ja, vielen Dank für die Einladung.
Ich bin eigentlich mit guter Laune
gekommen, aber ich find's auch wichtig
anzusprechen, was irgendwie mist läuft.
Ich glaub, wir kriegen da noch
was, was Gutes mit rein hier.
Genau, hier wurd schon ordentlich
Tacheles geredet und das, bevor wir
dich überhaupt vorgestellt haben.
Aber so mögen wir das, weil,
ähm, Podcast-Gäste mit Ecken
und Kanten sind uns viel lieber.
Uns sitzt gegenüber Tobias Goldschmidt.
Schön, dass du da bist, Tobias.
Ich freu mich.
Ähm, du bist seit 2022 unser
Minister für Energiewende,
Klimaschutz, Umwelt und Natur.
Bist Mitglied beim Bündnis 90 Die
Grünen und du hast 'ne ganz große
Hausaufgabe in deinem Ministerium.
Schleswig-Holstein will bis 2040
klimaneutral sein, also noch mal
fünf Jahre früher als der Bund.
Das haben wir ja gerade eben
ganz kurz schon angesprochen.
Ähm, du hast auch schon betont,
dass die regionalen, die regionale
Umsetzung jetzt umso wichtiger ist.
Wir sprechen auch auf jeden
Fall noch mal, äh, über die
Bundespolitik in dieser Folge.
Ähm, aber jetzt erst mal wollten wir
dich fragen: Das Ziel, 2040 klimaneutral
zu sein in Schleswig-Holstein.
Ganz ehrlich, ist das realistisch
oder ist das eher 'n politisches Ziel?
Es ist möglich, wenn alle sich auf den
Hosenboden setzen und es ist nie 'n
Zweifel dran gelassen worden, als wir
das Ziel festgelegt haben, dass, äh, wir
dafür alle staatlichen Ebenen brauchen.
Das heißt, wenn die Bundesregierung
beispielsweise so weitermacht wie jetzt,
dann wird das in Schleswig-Holstein nicht
möglich sein, 2040 klimaneutral zu sein.
Wir haben immer gesagt, alle
müssen ihre Hausaufgaben machen.
Wir als Land, die Kommunen, aber auch
der Bund und die Europäische Kommission.
Teil unseres Weges zur Klimaneutralität
ist zum Beispiel auch die Annahme, dass
wir immer steigende CO₂-Bepreisung haben.
Das ist ja das Klimaschutzinstrument,
in dem sich eigentlich alle
Parteien irgendwie versammelt haben.
Äh, wenn da jetzt Fragezeichen dran
gemacht werden, dann wird das in
Schleswig-Holstein sehr, sehr schwer.
Aber es ist ja wichtig, dass wir als
Landesregierung auch gegenüber der
Bevölkerung keinen Zweifel daran lassen,
dass wir dieses Ziel erreichen wollen
und alles, was wir als Möglichkeit und
Stellschrauben haben, auch nutzen wollen.
Ich hör raus, wenn wir dich vor zwei
Jahren gefragt hätten: Mit wie viel
Prozent Wahrscheinlichkeit werden wir
2040 klimaneutral in Schleswig-Holstein?
Hättest du gesagt: hundertzehn.
Und jetzt gerade hab ich das Gefühl,
wenn ich dich heute frage, dann ist es
vielleicht eher so 'n 80 bis 90 in der
Hoffnung, dass Bund und EU mitspielen.
Hab ich das richtig rausgehört?
Ja, genau das hast du richtig rausgehört.
Ähm, wir sehen, dass das
Verbrennerverbot gelockert wird.
Man hatte sich in der Ampelkoalition
darauf verständigt, dass ab einem gewissen
Zeitpunkt keine neuen Verbrenner mehr
in den Markt gebracht werden dürfen, die
mit Benzin und Diesel betrieben werden.
Vielleicht noch mit E-Fuels,
aber Benzin und Diesel sollte
das nicht mehr stattfinden.
Man hat, finde ich, sehr weises Gesetz
bei dem Thema Heizung auf den Weg
gebracht, das Gebäudeenergiegesetz.
Das ist jetzt entkernt worden.
Ich meine, Frau Reiche weiß ganz genau
die Energieversorgungslage, auch mit Gas.
Trotzdem ermöglicht sie den Menschen
auch künftig weiter neu, fröhlich neue
Gas- und Ölheizungen einzubauen, was
natürlich völliger Wahnsinn ist, äh, und
auf keinen Fall gemacht werden sollte.
Aber all das sind ja sozusagen, äh, die
Beweise dafür, dass die Bundesregierung in
Wirklichkeit die Erreichung der Klimaziele
hintertreibt, muss man einfach so sagen.
Und das macht es uns auch schwer, denn das
Gebäudeenergiegesetz oder die Entscheidung
zum Verbrennerverbot, die betreffen
ja auch die Menschen bei uns im Land.
Und, ähm, das sind keine
guten Zukunftsentscheidungen.
Grade wenn man weiß, dass wir es am
schwersten im Gebäudebereich haben und im
Verkehrsbereich die Ziele zu erreichen.
Um die Industrie und um die
Energieversorgung mache ich
mir fast weniger Sorgen.
Aber grade die kritischen Bereiche,
da wird jetzt grade der Klimaschutz
geschwächt und deswegen stehen
die Chancen, äh, die Ziele zu
erreichen, nicht wirklich gut.
Wir wollen mit dir so 'n kleinen
Realitätscheck heute machen, was die
Klimaziele betrifft in Schleswig-Holstein,
aber auch welche Rolle der Bund spielt.
Magst du uns dabei zu Beginn einmal so
'n bisschen als Grundlage erklären, was
überhaupt Klimaneutralität bedeutet?
Klimaneutralität bedeutet, dass
wir ab dem Zeitpunkt, wo wir das
erreichen, nicht mehr emitieren,
als die Ökosysteme aufnehmen können.
Das heißt, dass wir netto keine
Treibhausgasemissionen mehr haben.
Wir wissen ja, dass Moore und Wälder
CO₂ auch aus der Atmosphäre nehmen
können und dass wir mit CCS, also mit
der Einlagerung von Treibhausgasen
unter der Erde, Möglichkeiten haben,
Treibhausgase wieder rauszunehmen.
Wir werden diese Technologien
auch brauchen, weil einfach
viel zu lange viel zu wenig, äh,
Emissionsreduktionen da gewesen sind.
Und deswegen ist das schon 'n heftiges
Ziel, starkes Ziel, aber es ist
letztlich der einzige Weg, wie wir auf
der Erde Bedingungen erhalten können,
dass wir als Menschen einigermaßen
vernünftig darauf leben können.
Und deswegen ist das die wichtigste
Aufgabe, die wir grade als
Volkswirtschaft haben, zu zeigen, es
geht, andere können das nachmachen
und wir gehen diesen Weg entschlossen.
Okay, und heißt das dann,
dass wir gar keine Emissionen
mehr haben, so machen dürfen?
Oder geht es auch darum,
Emissionen zu kompensieren?
Ja, es geht darum, dass wir die
Emissionen, die wir haben, so weit wie
möglich reduzieren, also abschalten.
Und das, was dann gar nicht mehr
zu vermeiden ist und da geht man
meistens so bei etwa fünf Prozent der
Emissionen davon geht man aus, dass
wir dafür Lösungen finden müssen.
Und das kann zum Beispiel die
Renaturierung von Mooren sein.
Das ist die der günstigste Weg,
CO2 aus der Atmosphäre wieder
rauszuholen und zu kompensieren.
Äh, es kann aber auch,
ähm, das Thema CCS sein.
Das kostet zwar Geld, äh, und ist
teuer, aber das ist 'ne technische
Möglichkeit, äh, CO2 zu kompensieren.
Glaubst du, dass die Gefahr besteht,
dass man sich so was auch, also
dass man sich die Emissionen auch
so 'n bisschen zurecht rechnet?
Man hört ja oft so, egal auf Bundesebene,
welcher Sektor darf wie viel, aber
dann wird dann da wieder was geändert,
dass der so 'n bisschen der Sektor
wieder 'n bisschen ausgenommen ist.
Ähm, wird das realistisch da alles
gemacht oder ist das auch so 'n
bisschen Schummelei, das Ganze?
Na ja, wir wissen alle, dass das für
viele nicht leicht ist, Emissionen zu,
äh, zu senken und deswegen gibt es dann
natürlich immer die Möglichkeit bei der
Verschiebung über Sektorgrenzen, äh,
auch, ja, du hast jetzt schummeln gesagt,
so weit will ich vielleicht nicht gehen,
aber dass da Dinge unter den Tisch fallen.
Ähm, ich glaube aber, im Großen und
Ganzen bei den großen Emissionsmengen,
äh, wird das nicht der Fall sein.
Da wird man, äh, nicht durch Rechentricks
irgendwie zum Ergebnis kommen können.
Eine Gefahr liegt natürlich
darin, dass es jetzt möglich
ist, Klimaschutzanstrengungen
im Ausland zu erbringen.
Das ist etwas, wo wir sehr kritisch
hinschauen müssen, dass da eben
keine Schummelei stattfindet.
Ähm, und das Wichtigste ist jetzt
ja von den großen Emissionen
erst mal runterzukommen.
Dann nachher, wenn's um die
Nachkommerstelle geht, das sind wichtige
akademische Diskussionen, um die wir
uns auch frühzeitig kümmern müssen.
Aber jetzt haben wir erst mal
die dicken Bretter vor der Brust
und das sind insbesondere der
Gebäudebereich und der Verkehrsbereich.
Da wollen wir drüber sprechen, äh,
in unserem kleinen Realitätscheck
Ähm, wir wollen 'ne Zwischenbilanz
ziehen und mit dir darüber sprechen,
wie groß die Lücke aktuell ist.
Also wenn ich das richtig verstanden
hab, ist das Referenzjahr ja 1990.
Da waren wir quasi, ähm, auf
0 % Reduzierung und wir wollen
bis 2040 auf 100 % Reduzierung.
Wo stehen wir denn heute im Jahr 2026?
Wie viel Prozent haben wir geschafft?
Ich würde sagen, wir sind
auf der Hälfte des Weges.
Wir haben im Energiesektor sehr viel
gebracht, auch im Industriesektor
sehr, sehr viel gebracht.
Wir haben bei, äh, dem Gebäudebereich
auch schon ein, zwei Millionen Tonnen
reduziert, sind da auf einem schwierigen
Kurs, aber auf einem erreichbaren Kurs,
äh, was die Klimaziele angeht und im
Verkehrsbereich hängen wir einfach sehr
stark an den Bundesentscheidungen, auch an
der Fragestellung, welche Technologie, äh,
die Autohersteller auf den Weg bringen.
Äh, das heißt, wir sind eigentlich
grade an einem relativ kritischen Punkt.
Bisher konnten die Ziele, die Jahresziele
immer erreicht werden, aber wir sehen
jetzt in den nächsten Jahren, grade mit
Blick auf 2030 und dann auch später mit
Blick auf 2040, ist bestenfalls Halbzeit.
Okay, also wir sind noch grade so auf
Kurs, aber wenn ich jetzt raushöre,
wir sind jetzt so bei 50 %, dann
haben wir In 36 Jahren 50 % geschafft
und haben jetzt noch 14 Jahre,
um die zweiten 50 % zu schaffen.
Das klingt ja sehr sportlich.
Das ist sportlich, genau.
Ich hab jetzt von der in Prozenten,
von der, äh, sozusagen auf dem
Weg, äh, zum Ziel, nicht in
Treibhausgasemissionen, äh, gesprochen,
aber es ist mehr als sportlich.
Wir haben viel zu lange viel
zu wenig getan in Deutschland,
äh, auch in Schleswig-Holstein.
Und wir müssen jetzt einfach davon
ausgehen, dass wir 'n radikalen Zubau
von erneuerbaren Energieanlagen haben
und den dazugehörigen Infrastrukturen.
Da ist die Stromnetzinfrastruktur eine,
aber auch die Wasserstoffinfrastruktur.
Und das ist, äh, etwas, was mir wirklich
Sorgen macht, denn wir haben viele
Treibhausgasemissionen in den, in den
Szenarien über die Verwendung von grünem
Wasserstoff, äh, reduziert, also haben
angenommen, für eine Industrie ist das
der Weg, wie man klimaneutral werden kann.
Haben 'n Wasserstoffkernnetz
geplant, äh, bundesweit.
Es war 'ne unglaubliche
Zukunftssozusageninvestition, die
wir da miteinander gemacht haben,
aber, äh, es kommt einfach nicht
so richtig aus den Puschen, was
den Wasserstoffhochlauf angeht.
Insofern ist der Weg wird kein leichter.
Mhm.
Wir wissen, wo wir stehen.
Wir wissen, wo die großen Baustellen sind.
Mhh, was passiert denn dann, wenn
wir unsere Ziele nicht erreichen?
Also Schleswig-Holstein hat sich dieses
Ziel gesetzt, aber nehmen wir mal an,
es ist jetzt 2040 und wir waren gut,
aber wir haben's nicht ganz geschafft.
Wir sind vielleicht bei 80 %. Hat
das überhaupt irgendeinen
Impact bei uns im Land?
Wird da irgendjemand mit dem, mit dem
Finger böse auf, äh Tobias Goldschmidt
oder Daniel Günther zeigen oder, äh,
das fragen wir uns: Was passiert dann,
wenn die Ziele nicht erreicht werden?
Na, das Gesetz sieht ja vor, dass die
Ziele erreicht werden sollen und deswegen
sieht das Gesetz auch vor und so haben
wir es auch gemacht in der Vergangenheit,
wenn sich irgendwo andeutet, dass, äh,
Ziele nicht erreicht werden können,
dass wir dann neue Maßnahmen auflegen.
Das heißt, dass wir uns neue
Dinge überlegen, die wir
auf den Weg bringen wollen.
Das, äh, schreiben wir dann immer
in unsere Klimaschutzprogramme rein.
So haben wir das in der
Vergangenheit gemacht, so werden
wir das in Zukunft, äh, tun.
Mit dem Gesetz verpflichtet uns der
Landesgesetzgeber, als Regierung all diese
Dinge zu tun und auf den Weg zu bringen.
Ähm, und wir arbeiten an der
Zielerreichung, aber das Gesetz ist auch
so zu verstehen, dass es unser Beitrag
als Schleswig-Holstein ist und, ähm,
dass wir diesen Beitrag leisten müssen.
Es sind da aber jetzt keine
Disziplinarmaßnahmen oder so
etwas, äh, drin vorgesehen,
sondern es gibt uns 'n Auftrag.
Jetzt haben wir auf Bundesebene schon
mal erlebt, dass so ein Gesetz auch
wieder abgeschwächt werden kann.
Wir haben nächstes Jahr auch
Landtagswahlen in Schleswig-Holstein.
Da kann sich also die Sitzverteilung
im Landtag ganz schnell mal ändern.
Wie hoch siehst du die Gefahr,
dass auch dieses unser, äh,
Schleswig-Holsteinisches, äh,
Klima- und Energiewendegesetz
abgeschwächt werden könnte?
Na, darüber wird ja
der Wähler entscheiden.
Am 18.
April nächstes Jahr ist Landtagswahl und
der Wähler wird darüber entscheiden, ob
er 'ne ambitionierte Klimaschutzpolitik
haben möchte, die an den Zielen
festhält und die die Landesregierung
beauftragt, diese Ziele auch zu erreichen.
Oder ob Klimaleugner
gewählt werden oder andere.
Das ist ja Demokratie.
Insofern kann ich dem
gar nicht vorweggreifen.
Meine Partei, kann ich sagen,
wird zu diesem Ziel stehen, wird
auch, äh, viel dafür tun, dass
die Ziele erreicht werden können.
Von meinem Koalitionspartner habe
ich bisher auch immer ein klares
Bekenntnis zu dem Ziel 2040 gehört.
Würd mich jetzt wundern, wenn
sich das im Wahlkampf ändert.
Glaube ich nicht.
Ähm, aber am Ende hat der Wähler das
letzte Wort und das ist auch richtig.
Der Wähler kann sich ja auch entscheiden,
dass er in die Katastrophe laufen möchte.
Äh, ich glaub nicht, dass er das tun wird.
Okay.
Ja, ein Hoch auf unsere Demokratie.
Ähm, da wollen wir gar nicht tiefer drauf
einsteigen, sondern, ähm, wie in jeder
Folge wollen wir 'n bisschen quizzen.
Das Shift-Quiz steht an und wir haben
uns mal was ganz Neues überlegt.
Das haben wir noch nie gespielt und
spielen das mit dir zum ersten Mal.
Äh, wir wollen wissen- Krieg ich Angst.
Ja, wir sind auch gespannt.
Äh, wir wollen wissen, wie klimafreundlich
lebst du eigentlich selbst?
Also wir, ähm, nennen verschiedene
Bereiche aus dem, ähm, aus deinem
Alltag und du sollst uns spontan eine
Schulnote nennen von eins bis sechs.
Also eins ist das Beste,
sechs ist das Schlechteste.
Ähm, in der, ähm, wo du uns sagst, wie
du da gerade persönlich abschneidest.
Ähm, genau.
Und wenn du magst, darfst du das
natürlich auch kurz begründen, warum
du dir diese Note gegeben hast.
Fragen zum Privaten sind für
Politiker absolutes Angenehmes.
Ich freue mich richtig drauf.
Sehr schön.
Ja, das soll ja auch
'n bisschen auflockern.
Äh, dann geht's los mit deiner Mobilität.
Wie bewegst du dich persönlich?
Würdest du sagen, eins bis
sechs, wo stehst du da?
Zwei minus.
Äh, ich fahr zu wenig Rad,
obwohl ich das gerne tu.
Ich fahr dienstlich vollelektrisch
außerhalb Schleswig-Holsteins
übrigens eigentlich vollelektrisch
mit der Eisenbahn immer, äh, in
Schleswig-Holstein mit 'm Elektroauto.
Privat ist 'n Elektroauto bestellt.
Das heißt, der gute Wille ist da, die
Lieferzeiten sind 'n bisschen lang.
Ähm, ja, deswegen würd
ich sagen zwei minus.
Geht besser.
Zumal ich als Politiker natürlich
auch relativ viel Mobilität in
Anspruch nehm, äh, weil ich regelmäßig
in Berlin, Brüssel et cetera bin.
Aber ich bin, glaub
ich, auf ganz gutem Weg.
Dann, ähm, würden wir uns
einmal dein Heim anschauen.
Ähm, Heizen, Wohnenergie.
Welche Note gibst du dir für dein Zuhause?
Wie, wie grün bist du da aufgestellt?
'ne zwei plus.
Wärmepumpe, Photovoltaikanlage sind da.
Haus hat KfW-Standard, aber das
Haus ist ein Einfamilienhaus.
Und Einfamilienhäuser sind natürlich
Häuser, die Fläche in Anspruch nehmen
und, äh, aus Stein gebaut sind und
deswegen schon auch 'ne Menge graue
Emissionen, äh, verantworten, auch
wenn 'ne Wärmepumpe drinsteht.
Sehr ehrlich, das gefällt uns.
Ähm, letzte Frage von mir,
dann übernimmt Niklas.
Äh, dein Konsum, was du so einkaufst,
Lebensmittel, Klamotten, Elektronik.
Wie sehr achtest du da auf Klimaschutz?
Da achte ich schon drauf, aber ich geb
auch zu, nicht bei jedem Produkt, was im
Einkaufswagen landet, äh, halt ich durch.
Manchmal ist man auch einfach 'n
bisschen faul und, ähm, durchleuchtet
nicht jedes Produkt bis ins Letzte.
Aber ich würd, da würd ich
schon auch sagen, zwei plus.
Zwei plus sogar, okay.
Wie sieht's denn bei deiner Ernährung aus?
Zwei.
Ab und zu landet dann doch
mal die Bratwurst aufm Grill.
Das will ich, äh, auch zugeben.
Ich mag das, aber ich versuche,
es weitestmöglich zu reduzieren.
Und ganz oft ist es ja beim Klimaschutz
auch so, dass es Mehrfachnutzen hat.
Man fühlt sich auch einfach besser,
wenn man weniger Fleisch isst.
Und wie sieht's, äh, im Urlaub
aus oder auf den Urlaubsreisen,
in den Urlauben hin?
Wie bewegst du dich da fort?
Dieses Jahr hab ich 'ne Mischung gemacht.
Da war ich mit 'm Fahrrad in Holland
unterwegs, hatte leuchtende Augen Äh, wie
man dort mit dem Fahrrad mobil sein darf,
dass das Fahrrad einfach immer Priorität
hat vor dem Auto, find ich richtig gut.
Es lädt einen quasi dazu ein.
Und deswegen ist es schon auch 'ne
staatliche Aufgabe, für Rahmenbedingungen
zu sorgen, dass die Menschen sich
klimafreundlich verhalten können.
Äh, aber ich bin schon auch noch
manchmal mit dem Auto unterwegs und
selten, aber auch mal mit dem Flugzeug.
Deswegen würd ich sagen,
Urlaub ist schon eher 'ne drei.
Okay.
Wenn, wenn man jetzt, äh, zum Beispiel
deine Familie oder dein, dein Umfeld
fragen würde, welche Note würden die
dir so für das Gesamtpaket geben?
Die würden natürlich wie alle
an einen grünen Umweltminister
sehr hohe Anforderungen stellen,
würden wir wahrscheinlich sagen.
Eine pädagogische Drei mit,
äh, Potenzial zur Verbesserung.
Ich würd aber sagen, also für
mich klang das ganz solide.
Also ich würd da wahrscheinlich
ein bisschen positiver so gehen.
Ja, ganz solide ist ja natürlich
norddeutsch, das ist ja fast Euphorie.
Ja.
Gut, wir machen inhaltlich weiter.
Ähm Wenn wir mal auf die nächsten zehn,
15 Jahre schauen Ich find übrigens,
wenn ich da noch mal kurz drauf, äh,
eingehen darf, diese Fragen, äh, richtig
und wichtig und, äh, man sollte sie,
finde ich, nicht anklagend stellen.
Das habt ihr nämlich auch gar
nicht gemacht, sondern immer,
äh, sozusagen einladend.
Jeder hat die Möglichkeit, darüber
nachzudenken, wie er lebt, wie er sich
ernährt et cetera pp, wie er mobil ist.
Und das ist doch 'ne totale Chance.
Ich meine, wir wollen doch alle gut leben.
Und, äh, wenn wir das so diskutieren,
dass jeder selbstwirksam darüber
selber entscheiden kann, was er tut
und was er nicht tut, ist das super.
Und dazu gehört an der einen oder
anderen Stelle dann aber auch
mal klare Regeln aufzustellen.
Zum Beispiel die Menschen in
den Wohnungen schützen vor
Einbau neuer fossiler Technik.
Also der Mieter entscheidet ja
nicht darüber, was der Vermieter
für eine Heiztechnik einbaut.
Äh, und da finde ich es dann auch wirklich
eine staatliche Verantwortung, für
entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen.
Danke für das Feedback.
Wir wollen natürlich auch nicht
verursachen, dass wir mit so einem
persönlichen Quiz dann jetzt die
Leute einladen und sagen: „Ja, aber
wenn der Umweltminister hier nicht in
einem Klimafreundlichkeitsnote eins
bekommt, dann brauche ich das ja auch
nicht." So ist nicht, aber ich denke,
jeder ist nicht überall perfekt.
Nö.
Das soll auch ein bisschen
transportiert werden.
Die nächsten zehn, 15 Jahre, wenn
wir uns die anschauen, wir wollen
ja in Schleswig-Holstein bis
2040 Klimaneutralität erreichen.
Wenn wir jetzt den Fahrplan, den wir
jetzt so in der Vergangenheit und,
und aktuell machen, weiterführen,
erreichen wir das Ziel oder müssen
wir deutlich schneller werden?
Wir müssen deutlich mehr Tempo machen.
Wir müssen das auch, äh,
zur Führungsaufgabe machen.
Also ich meine, wir haben jedes
Jahr zweimal ein Klimakabinett
in Schleswig-Holstein, wo alle
Ministerinnen und Minister sich mit
Experten zusammensetzen, neue Maßnahmen
entwickeln, ähm, wo wir Leute haben,
die sich wirklich mit den Themen
auskennen, Wissenschaftler, Praktiker.
Zuletzt war jemand aus der
Versicherungswirtschaft dabei, der
gesagt hat: „Das ist künftig alles
nicht mehr versicherbar, wenn ihr so
weitermacht." Hat sich eigentlich ein
Herr Merz mal mit dem Thema befasst?
Gibt's von ihm irgendwas zitierfähiges
an Aussagen außer Verniedlichung?
Das heißt, ähm, das Thema muss wieder
stärker ganz nach oben auf die Agenda.
Ähm, und das wünsche ich mir und das
muss immer unter der Fragestellung
laufen: Wie kriegen wir das beschleunigt?
So können wir nicht weitermachen.
Was hindert uns denn aktuell
noch, diese Bremsen zu lösen?
Sind es vor allem Infrastrukturmaßnahmen,
die noch, ähm, fehlen?
Sind es die politischen
Rahmenbedingungen, die es noch
nicht, äh, auf die Straße bringen?
Ist es vielleicht auch die, die
Gesellschaft und deren Akzeptanz
oder sind am Ende vielleicht auch
zu hohe Investitionen, die wir
noch nicht aufbringen können?
Nee, es ist in aller erster Linie
'ne klare Prioritätensetzung
an der Spitze, die fehlt.
Also unser Bundeskanzler müsste ein
Klimaschutzkanzler sein, denn es ist hier
die wichtigste Zukunftsherausforderung,
vor der unser Land steht.
Ich meine, das sagen, sagt jetzt
nicht nur der grüne Umweltminister
von Schleswig-Holstein.
Das sagt die NATO, das sagt der
britische Geheimdienst MI6: „Die größten
Herausforderungen sind Klimakrise und
Artenkrise in der mittleren und langen
Frist. Die werden zu Flüchtlingsströmen
ungeahnten Ausmaßes führen."
Und deswegen muss das,
äh, von der Spitze kommen.
Und dann gibt es darunter
ganz viele fachliche Punkte.
Der Wasserstoffhochlauf, über den hab
ich gesprochen, die zentrale, zentrale
Treibstoff, äh, für unsere Industrie.
Der war organisiert, er kommt
aber nicht richtig in Fahrt.
Wo ist die dafür zuständige Ministerin,
die 'n Maßnahmenplan auflegt, die
entbürokratisiert an der Stelle und, äh,
beschleunigt, dass der Wasserstoffhochlauf
in der Industrie funktioniert, dass
die Leitungen gebaut werden dafür.
So, was bringt es, äh, wenn, äh, auf
europäischen Autobahnen zurzeit ein
Lkw nach dem anderen mit chinesischen
Autos, Neuwagen aus China, die alle
elektrisch angetrieben sind, fährt und
der bayerische Ministerpräsident und der
Bundeskanzler in Brüssel unterwegs sind,
um Politik für den Verbrenner, also 'ne
Technologie von vorgestern zu machen.
All diese Dinge müssen umgedreht werden
unter 'ner neue Prioritätensetzung,
die heißt Klimaschutz.
Okay, also der größte Hebel ist quasi,
wenn die Person an der Spitze mal
voranschreitet und sagt: „Deutschland,
Klimaneutralität 2045 ist gesetzt und
wir legen los." Das alleine spart jetzt
kein CO₂ ein, aber es führt dazu, dass
sich andere Punkte auflösen und dass
Prioritäten klar gesetzt werden und
dass wir 'ne Politik für die Zukunft
machen und nicht für alte Industrien
mit alten Produkten, die irgendwie
fossile Treibstoffe in ineffizienten
Verbrennungsmotoren verbrennen, sondern
die Rahmenbedingungen schaffen dafür,
dass wir 'ne deutsche europäische
Autoindustrie bekommen, die die
besten Elektrofahrzeuge der Welt baut.
Und das kriegt man ja nicht hin,
indem man rumnölt und irgendwelchen
alten Technologien hinterherweint.
Ja.
Wollen wir mal wieder 'n
bisschen positiver werden.
Ähm, Schleswig-Holstein
ist Energiewendevorreiter.
Da sind wir sehr stolz drauf und
dieser Vorsprung hilft uns sicherlich
auch dabei, schnell klimaneutral zu
werden, zumindest im Bundesvergleich.
Ähm, zumindest hatte uns das auch
der Ministerpräsident schon mal
hier in unserem Podcast bestätigt,
dass er da sehr zuversichtlich ist.
Ja, der war auch schon hier und der
ist sehr zuversichtlich, dass wir das
Rennen machen, auch wenn andere das
gleiche Ziel schon verkündet haben.
Ich nehme an, da gehst du mit.
Ich geh da mit.
Ja.
Wir sind uns da komplett einig.
Trotzdem haben wir, ähm, am Anfang
schon 'n bisschen anklingen lassen,
dass Schleswig-Holstein ja nicht alleine
klimaneutral werden kann, sondern
dass wir zu der Bundesrepublik gehören
und die hast du jetzt in dieser Folge
schon mehrmals hart kritisiert, möcht
ich sagen, ähm, und hast zum Beispiel
auch schon, ähm, dieses Jahr von der
stillen Sabota-Sabotage der Energiewende
durch die Bundesregierung gesprochen.
Das sind harte Worte.
Du hast uns gesagt, wir brauchen
den Bund, um selber hier die
Klimaneutralität auch zu schaffen.
Wie machst du das, dass du
dich nicht demotivieren lässt,
dass du hier deinen, deinen Job
durchziehst, das Ziel verfolgst?
Ähm, und, und wie, wie schaffst
du's quasi oder wie willst du den
Bund da wieder auf Spur bringen?
Ja, erst mal will ich 'ne Politik machen,
wo ich meinen Kindern in die Augen schauen
kann und sagen kann: „Ich hab getan,
was ich tun konnte in meinem Amt." Ich
bin ja nicht Bundeskanzler, sondern ich
bin ein Umweltminister in einem kleinen
Bundesland und, äh, tu, was ich kann.
Und dazu gehört natürlich Initiative
im Bundesrat zum Beispiel, was ich sehr
gerne mach, auch manchmal öffentlich hart
kritisieren, äh, Allianzen suchen mit
Verbänden, mit Kolleginnen und Kollegen.
Ich meine, wir haben ja 'n ziemlichen
Coup gelandet, zusammen mit Bayern eine
Initiative für mehr Windkraftanlagen
in Deutschland auf den Weg zu bringen.
Das hat man bei mir vielleicht vermutet
und beim Kollegen aus Niedersachsen
auch, aber dass wir dann zusammen mit
den bayerischen Kollegen dafür gesorgt
haben, dass die Bundesregierung die
Ausschreibungsmengen, äh, erhöht, das
ist natürlich 'n ziemlicher Coup und aus
so was zieh ich dann meine Motivation.
Wir haben kritisiert, dass die Bundes-,
ähm, Wirtschaftsministerin, die
übrigens eigentlich ihren Namen gar
nicht verdient, weil sie Politik gegen
die Wirtschaft macht, die erneuerbaren
Energien sind ja Wirtschaft, dass die
eine Netzbremse einführt, das heißt,
die erneuerbaren Energien bremst.
Das haben wir laut kritisiert
mit ganz, ganz vielen Akteuren.
Es gab viele Unternehmen, die
sich auch dagegen gewendet haben.
Das ist jetzt mindestens
mal entschärft worden.
Es ist immer noch nicht gut, ähm,
aber es gab da 'ne breite Allianz,
äh, und es ist verändert worden.
Und so mach ich dann meine Arbeit und
freu mich über die kleinen Erfolge,
die wir dann doch immer noch e-erzielen
können, auch wenn die Mehrheiten grade
völlig anders sind und wenn in Berlin
Leute, äh, unterwegs sind, die's mit dem
Klima eigentlich gar nicht gut meinen.
Tobias, zum Abschluss springen
wir noch mal in die Zukunft.
Wir sind im Jahr 2040 Wir haben
Klimaneutralität erreicht.
Wie sieht Schleswig-Holstein aus?
Erzähl uns mal die Tobias
Goldschmidt Version von
Schleswig-Holstein im Jahr 2040.
Schleswig-Holstein ist ein
wirtschaftlich erfolgreiches Land.
Meine Vision ist immer ein
Land mit einer neuen Industrie,
die klimaneutral funktioniert.
Das ist aus meiner Sicht der wichtigste
Standortvorteil, dass wir hier fitte
Leute haben, gute Leute, Fachkräfte
haben, Industriestandorte haben
mit einer starken Infrastruktur.
Gerade Brunsbüttel, da habe ich ein
ganz besonderes Augenmerk drauf,
äh, und dass wir unseren Beitrag
einfach leisten zur bundesdeutschen
klimaneutralen Stromversorgung.
Das heißt, hier werden immer
viel erneuerbare Energien sein.
Wir sind dafür ein Gunststandort.
Und ja, wir werden das so organisieren,
dass die Natur darunter nicht leidet.
Das heißt, meine Perspektive ist ein
ökologisch gesundes Land, in dem Menschen
auch Schatten finden, Kühle finden, äh,
Grünflächen finden, äh, mit einer starken
Wirtschaft auf Zukunft ausgerichtet
zwischen zwei gesunden Meeren.
Der Meeresschutz, das wisst ihr,
der ist mir super wichtig, weil
die Meere sind wahrscheinlich
unser wichtigster Alliierter gegen
die Folgen, äh, der Klimakrise.
Sie speichern ganz viel CO₂
ein, wenn sie intakt sind.
Und deswegen passt das alles hervorragend
zusammen: Die Meere schützen, die
Natur an Land schützen für die
Menschen und 'ne starke Wirtschaft
haben, die klimaneutral produziert.
Und den Treibstoff dafür, den
haben wir in diesem Fall bei uns.
Das sind die heimischen erneuerbaren
Energieträger und wir müssen den Scheiß,
äh, nicht aus Russland importieren oder
aus den arabischen Ländern oder von Trump
irgendwelches Fracking-Gas einkaufen.
Wir können das selber
und das macht uns stark.
Und deswegen hat Schleswig-Holstein
echt 'ne große Zukunft.
Ich würd mich freuen, wenn
wir 2040 so wiedersehen.
Jo, ich auch.
Und dafür arbeite ich.
Das ist ein Privileg.
Super.
Wir sind am Ende.
Vielen Dank, Tobias.
Ähm, das hat wieder großen Spaß gemacht.
Schön, dass du da warst.
Und, äh, liebe Zuhörenden,
auch vielen Dank für euer
Zuhören und wir sagen tschüss.
Bis zum nächsten Mal.
Sandra hat noch einen letzten Abschluss.
Genau, alle, die uns zuhören, ähm, tut uns
doch noch den Gefallen und teilt die Folge
mit Menschen, die das interessieren kann.
Ich finde, Tobias, unser
Energiewendeminister, unser Gast,
der hat ein paar tolle Aussagen,
starke Aussagen geleistet.
Äh, die sollten doch auf
jeden Fall geteilt werden.
Also teilt, wo ihr könnt.
Genau.
Tschüss und vielen Dank.
Tschau.
Vielen Dank euch.
Das war Shift.
Der Norden macht Zukunft.
Der Energiewende Podcast der EKSH