SHift - der Norden macht Zukunft

EKSH - Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH

E-Trucks im Realitätscheck: Wie weit ist die Zukunft der Mobilität wirklich?

SHift - der Norden macht Zukunft

27.04.2026 36 min

Zusammenfassung & Show Notes

In unserer letzten Folge mit Charly haben wir über den derzeitigen Stand von E-Autos und deren Ladeinfrastruktur in Deutschland gesprochen. Diesmal schauen wir auf die "dicken Pötte", wie unser Gast sie nennt: Die LKW. Können E-LKW wirklich überregional lange Strecken fahren? Welche Vorteile bringt ein Umstieg auf Elektromobilität im Schwerlastverkehr - auch für uns PKW-Fahrer? Und wie weit ist die Entwicklung von E-LKW und deren Infrastruktur schon vorangeschritten? All das besprechen wir in dieser zweiten Folge mit Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima.

Sandra stellt unserem Gast u.a. folgende Fragen:
  • Können E-LKW wirklich überregional lange Strecken fahren?
  • Was sind die großen Vorteile von Elektromobilität im Schwerlastverkehr?
  • Auf welchem Stand der Entwicklung befinden wir uns bei E-LKW?
  • Was kostet mich die Umstellung auf E-LKWs?
  • Oberleitungen: Lohnt sich die Umrüstung für den Elektroverkehr?
  • Wasserstoff oder Batterie: Was wird sich im Schwerlastverkehr durchsetzen?
  • Bidirektionales Laden: Lohnt es sich Autos als Batteriespeicher zu nutzen?
Wenn dich das Thema E-Mobilität im LKW-Bereich noch näher interessiert, empfiehlt Charly dir den YouTube-Kanal vom Elektrotrucker.

Viel Spaß bei unserem Klönschnack mit Tiefgang!

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Über unseren Gast:
Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima arbeitet als Head of Commercial Vehicle and Fleet Charging bei GP JOULE Connect. Das Unternehmen plant, baut und betreibt Ladeinfrastruktur und integrierte Energielösungen für Elektromobilität. Charly verantwortet den Marktaufbau für den Bereich Schwerlast, auf den sich sein Arbeitgeber seit einiger Zeit spezialisiert hat. Er ist Quereinsteiger: Vor seiner jetzigen Tätigkeit hat Charly u.a. seinen Doktor in organischer Chemie an der LMU in München gemacht.

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Transkript

Ich glaube, das ist einer der härtesten Jobs, die die europäische Welt zumindest zu bieten hat. Du bist nie zu Hause, du bist always on the road. Das ist dein Zuhause, deine Fahrerkabine. Und der Fahrkomfort ist schon sehr gut. Also in einem LKW mit 40 Tonnen, mit einem E und unter dem Propo zu fahren, das ist schon witzig. Der fährt wie ein ganz normaler Pkw, fährt da einfach an. Du kommst super auf die Bundesstraßen drauf, du kannst super anfahren. Und es macht auch echt Spaß. Klönschnack mit Tiefgang. Das ist Shift. Der Norden macht Zukunft. Der Energiewende-Podcast der EKSH. Shani, glaubst du eigentlich wirklich, dass ein 40-Tonner bei Wind und Wetter elektrisch von Schleswig-Holstein nach Bayern kommt, ohne dafür eine Woche zu brauchen? Und ich glaube das nicht nur, ich weiß das. Wer es gerne verfolgen möchte, da schaut aus zu unserer Branchenikone Tobias Wagner alias den Elektro-Trucker ist ein relativ großer YouTuber inzwischen. Der fährt gerade für seinen Arbeitgeber durch. Ganz Europa war jetzt, glaube ich, die vorletzte Folge war ja irgendwie bei minus 20 Grad in Norwegen, ist schon in die Türkei gefahren und nach Spanien macht das tatsächlich auf Daily Basis. Also die fahren wirklich weit und konsequent und auch zuverlässig und die Reichweiten sind schon sehr hoch geworden, sonst würden die es nicht machen. Die verdienen damit ja ihr Geld, die machen das ja nicht aus Spaß. Okay, ja den YouTube-Link suchen wir raus und packen ihn auf jeden Fall in die Beschreibung Ja sehr unterhaltsam der Kollege und immer wieder gut von ihm zu hören, auf jeden Fall. Klar. Ich sage nochmal Moin Charlie, schön, dass du da bist, denn du warst schon einmal da. Und die Folge, die wir schon mit dir gemacht haben, die verlinken wir auf jeden Fall. Da haben wir über E-Mobilität und Ladeinfrastruktur gesprochen. Wollen wir auch wieder über E-Mobilität sprechen, aber einen ganz bisschen anderen Fokus setzen. Wer sitzt mir hier gegenüber? Das ist Dr. Carl Philipp Thühlmann de Lima von der GP Joule Connect. Ein promovierter Chemiker, der mittlerweile aber zum E-Auto-Business gewechselt ist und dort jetzt uns als Experte zur Verfügung steht. Ja, gerne. Schön, dass ich da sein darf und freue mich jetzt ein bisschen über die großen Pötte mit dir sprechen zu dürfen. Ja, wenn du große Pötte sagst dann denke ich als Kielerin natürlich an Schiffer, aber wir reden von LKWs Wir reden hier von LKWs. Witzigerweise gibt es aber auch schon große E. Die auf der Nordsee und auch hier in der Ostsee verkehren. Das ist ein riesiges Business, was da kommt. Wem sagst das? Wir haben ja hier auch die Personenfähre, die voll elektrisch zwischen dem Ost- und dem Westufer hin und her pendelt Und die Hybridfähren, die immerhin zum Großteil elektrisch dann auch uns an die schönen Strände Kiels bringen. Aber gut, kleiner Abstecher Wir wollen reden über elektrischen Schwerlastverkehr Ein bidirektionales Laden klingt jetzt beides ziemlich sperrig Wir machen eins nach dem anderen, würde ich sagen, und fangen mit dem Schwerlastverkehr an. Du hast es eigentlich gerade schon im Einstieg gesagt, große LKWs oder auch Busse die können elektrisch fahren. Sind wir da auf keinerlei klimafreundliche Alternativen mehr angewiesen, sondern das ist eine Technik die wir auch langfristig einsetzen können? Ähm so, das muss ich erstmal sortieren weil da viel in der Frage drinsteckt, bevor man sich da die Finger verbrennt. Also wir hatten jetzt einen Wettstreit die letzten vier, fünf Jahre darüber, welche Technik sei es Biogas, Bioethanol Vor allem Wasserstoff ist ja immer wieder ein sehr, sehr aufgeladenes Thema und voll elektrisch oder mit Range Extendern, wie auch immer. Und im Endeffekt hat jetzt der Markt und auch die Hersteller schon stark entschieden, dass... Die Elektromobilität auch im Schwerlastbereich the way to go ist. Ich sage das ganz klar, das ist nicht abschließend weil ich bin kein Fan davon, sich da auszugrenzen im Gegensatz zu den Leuten, die irgendwas gegen Batterie haben und sagen, Wasserstoff ist, wir müssen das in die Richtung gehen. Und ich werde auch den Begriff Technologie offen nicht benutzen weil der zu schlecht belegt ist in meinen Augen. Wir haben alle das gleiche Ziel, wir wollen emissionsfrei fahren und da hat sich jetzt einfach technisch gesehen und auch kostenseitig bald hoffentlich nicht mehr Die Elektromobilität bei den Trucks durchgesetzt. Wir sind bei GPJoule, haben wir auch eine Wasserstoffabteilung, also wir haben auch Wasserstoff Elektrolyseure aufgebaut, also wir haben es da auch versucht. Da wird es halt mehr Richtung Industriewasserstoff gehen, also anstatt von Gas, sag ich mal, eine Kaffeebrennerei, ganz faktisch bei uns zu Und im LKW-Bereich ist es tatsächlich jetzt merkbar noch bei den Herstellern, also MAN, E-Actros von Mercedes, von Daimler Truck, Volvo Truck, die sind alle voll auf dem E-Modus drauf, macht auch irgendwie Sinn. Okay, ich meine, anfangs hat man ja dem elektrischen Schwerlastverkehr eher so die Rolle zugeschoben, naja, vielleicht so auf regionalen Strecken irgendwie vom... Das Verteilzentrum zum Supermarkt oder so, das können wir, die paar Kilometer können wir gut elektrisch machen. Aber aus deiner Antwort, meiner Anfangsfrage, habe ich schon so rausgehört du hast auch keine Bedenken dass man durch die ganze Nation fährt oder gar über Nationen hinaus, bis in die Türkei hattest du gesagt. Also es gibt eigentlich logistisch keine Beschränkungen. Was die reicht oder was die Ziele angeht, Elektromobilität im Schwerlastverkehr einzubieten? Die Antwort, die müssen wir auch wieder aufteilen. Ich möchte gar nicht so immer wie so ein Jurist klingen. Es ist nur wichtig, dass wir das ein bisschen unterteilen. Es geht immer darum, was man kann und was wirtschaftlich sinnvoll ist. Technisch gesehen. Kann man das machen. Wir können mit einem Truck durch die Gegend fahren und dann, weil wir auf dem Weg dann eine PKW-Ladestation finden, uns da dran setzen, wie das der Elektro-Trucker auch macht, meistens auch mit einem leichten Zwinkern dabei. Das ist das, was man kann. Was man wirtschaftlich machen sollte, ist natürlich, dass man ein großes Ladenetz hat, die ganzen Depots ausgestattet hat mit Ladeinfrastruktur, damit man auch wie zu Hause. Wie man dann im Depot mit seinem eigenen Ladestrom laden kann und dann wirtschaftlich sich wirklich heraussucht über die nächsten Jahre, bis man seinen gesamten Fuhrpark elektrifiziert hat, welche Routen zuerst Sinn ergeben. Die Technik also so ein E-Aktros hat 600 Kilowattstunden an Bord Batteriekapazität, das sind grob 100 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, kann man super, kann man sich super ableiten, also 400 Kilometer kann der Kollege, die Kollegin, die den Pferd fahren, weil in viereinhalb Stunden mal 80 Kilometer so, das passt, also die Technik ist da, jetzt geht es um die Wirtschaftlichkeit und da müssen wir jetzt ran und da sind wir auch dran, dass wir da viel mit Logistikern sitzen, die ihre Depots ausstatten dann erstmal mit ihrem Verteilerverkehr, den du gerade angesprochen hast, wo sie tagtäglich wieder zurückkommen. Anfang, dann die ersten Routen untereinander die jeden Tag, es gibt ja Tagestouren Nachttouren, die immer wieder die gleichen Tage fahren, die planbar auch immer laden weil man dann auch die Ladestation zu Hause frei hält dafür. Und dann, was jetzt sehr, sehr spannend ist, was Kunden von uns machen, die bauen ein Logistiker. Netzwerk auf, wo sich Logistiker untereinander Ladeinfrastruktur bereitstellen auf ihren Höfen für einen guten Preis, weil öffentlich halt nicht attraktiv ist bei manchen Anbietern und da geht es jetzt erstmal hin. Also die fangen immer erst an, also man fängt dort an, wo es am Sinnvollsten ist und robbt sich dann so langsam wie möglich oder also kann auch schnell sein, dann an die nächsten Routen atmen dran und die schwierigsten Routen sind die, wo die jeden Tag woanders hinfahren. Dieser Spot-Mark, also Spot-Bereich nennt sich das irgendwie, ich bin da auch noch nicht bei dem Thema, sind wir noch nicht so ganz tief drin, aber wo die jeden Tag, also du kriegst einen Anruf morgen fährst du bitte dahin und das wirtschaftlich zu betreiben Ladebetreiben ist noch eine Herausforderung, wo man jetzt aber gerade dabei ist, wirklich zu versuchen, den Kunden zu helfen, weil zum Beispiel Mylands, ein relativ großer Ladetruckparkbetreiber, der ganz Europa gerade ausstattet, die eröffnen auch immer mehr. Weil ein Truck sollte ja irgendwie auch eine schöne Anfahrtszone haben, wo er dann nicht absatteln muss, also den Anhänger absatteln. Und einfach, wir nennen das dann schön einen Bay, wo der dann anfährt, dann lädt, dann einen Kaffee trinken kann und dann weiterfährt. Das macht ja Mailins super, für die wir auch schon einen Ladepark bauen durften. Und ja, also Long-Story-Seas ist eine lange Antwort. Es geht nur um Können Können wir das alles? Nur wirtschaftlich das zu betrachten Das wird die Herausforderung sein, aber das ist ja bei jeder Technologie erstmal normal, dass man sich erst die low-hanging fruits, sagt man ja gerne, dann rauspickt und sagt, da ist es easy oder anwendbar, da ist das von den Kosten her prima, also fange ich damit an und dann rolle ich es weiter aus. Genau, was natürlich super in die Karten jetzt spielt, viel Autobahn zu fahren beispielsweise, ist dass wir eine Mautbefreiung, also quasi Mautbefreiung für emissionsfreie LKWs haben. Grob 30, 35 Cent. Und das ist sehr viel pro Kilometer. Ein Drittel von den Kosten pro Kilometer, wenn man das so grob hochrechnet, gegenüber einem Diesel. Und deswegen sind, also das wurde jetzt im November festgelegt für die nächsten fünf Jahre. Deswegen hat das letztes Jahr auch so ein bisschen gestockt weil alle gewartet haben, wird die Mautbefreiung verlängert Die wäre sonst ausgelaufen jetzt, Ende 2025, und jetzt wurde sie verlängert bis Ende 2030. Und jetzt hast du mal Planungssicherheit und kannst diese 30 Cent in deine Mautbefreiung verlängern. Betrachtung einbauen. Ah ja, okay. Ja, lass uns gerne bei den Kosten bleiben. Wie sieht es denn mit der Anschaffung aus? Ich meine, wenn ich jetzt, ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen, die LKWs besitzen, nicht nur einen haben, sondern eher zehn plus. Viele. Und wenn ich dann also sage, ich stelle das jetzt um, gut, ich muss ja auch nicht alles auf einmal umstellen, aber langfristig gesehen will man das wahrscheinlich dann schon eher einheitlich halten. Was kostet mich denn so ein E-LKW mehr? Das ist tatsächlich aktuell für uns auch als Ladestationsaufsteller der größte Knackpunkt, dass wir da wenig Zugriff auf die Daten haben. Aber aus Kundengesprächen ist es schon das zwei bis zweieinhalbfache noch. Und wir reden so grob bei einem Diesel zwischen 100 und 120.000 Euro im Preis und bei einem E-Truck aktuell schon so. Ich mache meine Informationen, wir arbeiten ja auch mit LKW-Häusern zusammen, so 200, 250 und das muss ich bessern. Ja dann bringt mir dann auch die wegfallende Maut nicht so schnell was. Ja das ist ja der neue Preis und das darf man bitte auch nicht vergessen, habe ich gestern noch mit einem Kollegen drüber gesprochen, es sind jetzt die ersten Serienproduktionen die jetzt letztes Jahr erst angelaufen sind in der E-Truck-Welt also MAN und B. Also wir haben einfach mit beiden sehr viel zu tun, Daimler Truck und MAN, die haben letztes Jahr ihre Serienproduktion angefangen. Die erste Serienproduktion eines E-Autos, also eines ernstzunehmenden E-Autos war der Model S vor 13 Jahren. Das heißt, wir sind in dieser Preisentwicklung. Sehr sehr weit am Anfang und dadurch, dass die Hersteller auch Flottenziel erreichen müssen, werden relativ, meiner Meinung nach, relativ schnell die Preise sinken Ich weiß aus Gesprächen, dass die Autohändler gerade auch schon gute Pakete Leasingpakete anbieten. Das günstiger machen. Aber trotzdem, der Invest ist noch sehr hoch beim Truck und natürlich muss man schon sagen, du musst auch in die Ladeinfrastruktur investieren. Die ist aber allerdings nur einmal zu investieren Gott sei Dank. Und dann hast du da, wenn du deinen Strom dann günstig einkaufst sehr, sehr hohe Möglichkeiten, um deine Kosteneffizienz einfach zu erhöhen. Also die Betriebskosten von einem E-Lkw, wenn ich mich da schlau anstelle die sind auf jeden Fall geringer als bei einem Verbrennungs-Lkw? Und wenn du, also wenn ich einen, ich sag immer so Rule of Thumb mäßig wenn du unter 35 Cent deinen LKW lädst, das kann man mit einem gut verhandelten Vertrag bei der öffentlichen Lade... Das Anbieter auch schon inzwischen, man muss die nur mal anrufen und sagen, ich habe einen Truck, der kommt, der lädt sehr, sehr viel. Also der lädt das Zehnfache von einem Pkw in einem Ladevorgang um es einzuordnen. Also ein Lkw macht richtig Spaß. Wenn du täglich einen Lkw an deiner Ladestation hast, macht es richtig Spaß, in deiner Software nachzugucken wie viel da gedreht wird dann schon. Also wenn du bei 35 Cent bist. Können wir grob hochrechnen Verbrauch versus Verbrauch von einem Diesel, den du für ungefähr 1,30 Euro pro Liter, weil die kaufen den ja günstiger ein, die kaufen den ja nicht an der Autobahntagsstelle, also mir wird ja immer gesagt, so 1,20, 1,30, auch bitte da nicht, jeder hat seine eigenen Einkaufskonditionen da bist du dann pari ohne Wartungskosten, die Wartungskosten vom ERKW sind deutlich geringer. Wir sind auch im Privatbereich geringer die Anschaffungskosten sind natürlich höher, aber dann wird die Maut noch abgezogen, 30 Cent pro Kilometer und dann läufst du schon im reinen Fahren bist du deutlich. Besser unterwegs und wir haben Kunden, die bereinigt auch kostenbereinigt für 13, 14 Cent zu Hause laden. Wenn du das Thema wirklich einmal zu Ende denkst mit einer PV-Anlage mit einem Batteriespeicher wo die Preise echt gepurzelt sind in den letzten Jahren, also halbiert tatsächlich und du Du weißt ja auch jeden Tag, wie viel du lädst. Also wir sagen immer, du lädst die Kilometer, weil es dann einfacher zu verstehen ist. Und da kannst du auch das super einfach hin und her rechnen weil 100 Kilometer, 100 Kilowattstunden. Je mehr du lädst und je mehr du Autobahnkilometer fährst wegen der Maut oder dann halt Bundesstraßen wo auch Maut erhoben wird, fährst desto besser. Und vielleicht rechnet sich das noch nicht ab. Zwei oder drei E-Trucks, weil du ja auch die Investitionen in die Ladeinfrastruktur hast, aber ich hatte jetzt einen Kunden, oder wir haben einen Kunden, der hat jetzt auf einmal 15 noch on top bestellt, weil er meint oh, ich habe hier ein super Angebot ich habe das ja mit euch durchgerechnet, es ist ja super hier, je mehr ich habe, desto mehr lasse ich ja meine Ladeinfrastruktur aus, weil wenn ich einmal am Tag lade mit einem Truck an einem Ladepunkt und der in meinem Depot steht und ich benutze den Ladepunkt nicht den Rest des Tages, Dann kannst du denen ja einfach noch einen Truck kaufen und den lässt du dann parallel. Anders fahren. Ich muss dann aber eine Doppelinfrastruktur aufbauen, oder? Ich kann nicht mein E-Auto, mein PKW dort laden wo die LKWs auch laden oder? Doch, doch. Also es gibt einen neuen Stecker, der ganz groß ist, aber der ist mehr für den Autobahnbereich gedacht. Also der Stecker den du aktuell in deinen... Auto steckst, dieser CCS2-Stecker ist derselbe den du auch gerade in den LKW reinsteckst. Du kannst nur nicht den ganz langsam von der langen also AC-Ladestation den Typ-2-Stecker, der funktioniert meistens nicht beim LKW. Den gibt es ja wahrscheinlich auf Autobahnen oder in großen Verkehrsknotenpunkten eh selten weil da geht ja das schnelle Laden dann auch vor. Du willst doch als Betreiber, also wir trennen die Frage mal am besten auch kurz in deinem eigenen Depot. Brauchst du dir einfach drei, vier private Ladestationen daneben und vielleicht eine Schnellladestation mit 50 KW, wo du auch in einer Dreiviertelstunde voll bist. Du willst ja in deinem Betriebshof keinen Pkw rumfahren haben. Da sind die ja ganz empfindlich. Die Jungs und Mädels mit den LKWs die fahren alles nieder. Du willst, die wollen laden und weiterfahren. Die haben ja auch Schiss dass die Ladestationen rumgefahren werden. Da müssen wir immer dicke Poller davor setzen, dass da auch nichts passiert, weil da schon sehr viel Bewegung drin ist. Und da willst du es nicht laden und als Betreiber willst du auch nicht unbedingt PKW an deinen LKW-Ladepunkten haben, weil du einfach deutlich weniger Geld verdienst. Wenn ein LKW kommt, wie gesagt, so 300 Kilowattstunden, 350 Kilowattstunden mal 40 Cent versus wenn jemand privat kommt, der lädt dann 40 Kilowattstunden oder 50, wenn es gut läuft, mal 60 Cent in der gleichen Zeit. Ja. Das macht nicht so viel Sinn dann. Okay. Wir hatten hier ein Projekt, ein Forschungsprojekt zur Oberleitung und elektrischem Fahren. Das Projekt ist beendet Ich meine auch, dass Sie recht zufrieden mit den Ergebnissen waren und trotzdem scheint sich Oberleitung nicht durchzusetzen. Was hältst du von Oberleitung und weißt du, warum es sich nicht durchsetzt? Es gibt ja auch, also es ist so das gleiche Thema wie mit den Unterleitungen, es gibt ja auch induktives Laden, also mit dieses klassische, wo man eine Bodenplatte oder so eine Bodenschiene mit Spulen in den Boden setzt und dann soll man über eine Spule kann man ja vom Handy inzwischen auflegen, dann Strom erzeugen Ich glaube einfach, dass es extrem teuer ist. So eine Oberleitung zu ziehen, du hast extrem viele Teile die kaputt gehen können, du kannst nur auf der Strecke fahren, also du müsstest ja damit das Sinn ergibt alles ausstatten also mit diesen Oberleitungen, wie jetzt zum Beispiel in Budapest oder so. Oder in Wien, also Budapest auf jeden Fall sind ja die Busse zum Beispiel alles Stromleitung. Wenn musst du es überall machen, damit es Sinn ergibt. Also dieses Infrastrukturprojekt ist einfach zu gigantisch und dann ist es im Vergleich einfacher, Ladestellen aufzubauen? Es ist in der Theorie ein super Thema und ich glaube auch, dass dann, es gibt ja zwei von diesen Teststrecken in Deutschland, dass das durchaus Sinn ergibt. Aber ich finde immer... Es ist immer, wenn man Trends sehen möchte, dann sollte man sich immer angucken, was die großen Konzerne an Technik in den Markt bringen. Was für sie auch am günstigsten ist, ist einfach eine Batterie unten rein und irgendwo laden weil die müssen sowieso stehen alle viereinhalb Stunden. Ja. Also deswegen, ich finde sowas immer super interessant. Ich bin ja auch Wissenschaftler immer irgendwann irgendwo gewesen. Aber du musst das auch alles produzieren. Das musst du, also damit es Sinn ergibt musst du skalierfähig machen. Das sind dann die Themen, wo ja auch oft dann Uni-Projekte. Oder ein Forschungsprojekt daran scheitert nicht an der Idee selber, sondern an der wirtschaftlichen Umsetzung, das groß zu machen. Daran scheitert es meistens. Also gute Idee, aber gibt einfach eine zu gute Alternative, könnte man fast sagen Also ich glaube, das ist auch gar nicht negativ. Ich finde die Idee super, aber es ist auch sehr unflexibel, weil du immer nur... Wir hatten mal eine Podcast-Folge ich meine das war mit dem... Der Energiewende-Staatssekretär, der hatte da irgendwie kurz vorher einen Termin wo er bei jemandem war, der das erste Mal irgendwie im... E-LKW oder E-Bus oder irgendwie sowas in die Richtung. Ich glaube, es war ein LKW, und ganz freudig erzählt hatte, dass der Fahrer einmal diesen E-LKW gefahren ist und gesagt hat, das ist so ein geiles Fahrkomfort, das ist so leise, mein Job ist im Grunde direkt viel angenehmer geworden, ich will nie wieder zurück. Hast du das auch schon oft gehört? Ähm ich kann nicht für meine Kunden sprechen, weil ich selber keine Fahrer im Team habe. Ich weiß nur, dass es inzwischen wohl auch ein Punkt bei der Fahrersuche ist, wenn du E-Trucks anbietest, dass du attraktiver bist. Ja kann ich mir gut vorstellen. Weil der Job ist super hart. Ich glaube, das ist einer der härtesten Jobs, die meiner Meinung nach die europäische Welt zumindest zu bieten hat. Du bist nie zu Hause, du bist always on the road. Das ist dein Zuhause, deine Fahrerkabine. Und der Fahrkomfort, du bist acht Stunden am Tag oder neun Stunden am Tag am Fahren. Ich meine, wenn man selber mal sechs Stunden Auto gefahren ist, dann weiß man, wie wichtig das ist, dass man ordentlich fährt. Und der Fahrkomfort ist schon sehr gut. Also... Auch wieder hier die Beschleunigung ist, also in einem LKW mit 40 Tonnen und einem E unter dem Popo zu fahren, das ist schon witzig. Der fährt wie ein ganz normaler Pkw, fährt da einfach an, du kommst super auf die Bundesstraßen drauf, du kannst super anfahren. Es gibt so ein Video vom Elektro-Trucker wo der auf den Kasseler Höfen am Berg einfach zwei, also der ist glaube ich vierspurig die Autobahn und da sind zwei so Elefantenrennen die so ein Elefantenrennen auf den Spuren machen und er, dafür hat er glaube ich auch einen Punkt gekriegt oder so, ist auf die linke Spur gefahren und hat einfach... Gas gegeben ist auf 100 hoch und hat die am Berg einfach überholt. Also das ist schon tatsächlich ein Thema, dass you never go back so ungefähr und das macht auch echt Spaß, muss man sagen. Und das Fahrgefühl, es ist ja auch einfach laut so ein LKW. Ja, ist ja schön wenn es sogar dazu beiträgt dass der Job angenehmer wird. Es ist auch ein tolles Argument für E-Mobilität im Schwerlastverkehr. Ja, also du merkst ich bin jetzt immer mehr und mehr bei so Logistikveranstaltungen, was deren Sorgen sind und es ist immer wieder ein Thema Fahrerinnen und Fahrer gesucht. Weil sie die nicht finden, weil es extrem in der heutigen Zeit einfach ein Jobprofil ist, was keiner gut findet. Die wissen nie zu Hause. Das ist auch ein Thema. Du kannst eigentlich eine Familie, und dann muss man ja auch einfach sagen, für das, dass du nicht zu Hause bist, on the road lebst, wirst du dann nicht gut, also gut ist relativ, aber du wirst jetzt nicht reich durchs LKW fahren. Dafür, dass du da einiges für aufgibst könnte man das besser bezahlen. Ja. Ich würde gleich zum nächsten Thema überkommen, aber keine Shift-Folge ohne Shift-Quiz. In der letzten Folge haben wir mit dir entweder oder gespielt. Jetzt wollen wir Fakt oder Fake spielen. Okay, das ist jetzt gefährlich. Ich werde also Aussagen vorlesen und du musst mir sagen, ob sie richtig, also Fakt oder falsch Fake sind. Die Ladeinfrastruktur für E-Lkw unterscheidet sich deutlich von der für Pkw. Ja, ist Fakt ja. Ja, das ist ein ganz anderer Case. Du musst es komplett anders aufbauen. Genau, das hattest du vorhin schon kurz gesagt. Du brauchst irgendwie viel mehr Platz allein, um so einen großen LKW daneben zu fahren, als wenn ich dann den LKW mal kurz rückwärts einparke. Hast du dann doch andere Leistungen auch, die du fährst oder über Nachtladen mit ganz vielen Ladepunkten, wo du ganz wenig Leistung hast. Also das ist schon ein ganz anderes Thema. Deswegen gibt es auch Firmen wie wir, die sich darauf spezialisiert haben, die das dann noch wirklich planen können. Firmen die behaupten das. Und da gibt es halt viele Firmen die einfach im Pkw-Bereich super sind und dann sehr kosteneffizient einfach Pkw-Ladepunkte machen, was wir zum Beispiel, also wir machen keinen langsamen Laden mehr, weil wir uns voll auf Lkw spezialisiert haben. Das ist ein ganz anderes Thema tatsächlich. Das haben wir vorhin schon kurz angeschnitten. Oberleitungs-Lkw sind eine realistische Option für den klimafreundlichen Güterverkehr auf der Autobahn. Ja, ich finde, dazu fake zu sagen, wäre zu hart, ist glaube ich hat man ja schon gerade kurz angesprochen, ist eine Alternative, die es aber noch unter Beweis stellen muss, dass es wirtschaftlich aufbaufähig ist. Ja, sehr schwierig, weil die E-Mobilität ja sonst in der Ladeinfrastruktur schon so weit ist, das jetzt wieder aufzuholen. Ich wäre da auch kritisch. Die Kosten für diese Trassen, ich weiß nicht, wie viel das kostet, aber ich weiß, was so eine Oberleitung kostet und so ein Trafo und Kabel und das dann aufzubauen, nur damit da Leute dran laden können und du musst das auch alles abrechnen. Das ist auch so ein Thema. Das habe ich noch nicht verstanden wie sowas abgerechnet wird, wenn du da einfach oben dran gehst und dann fährst und dann müssen die irgendein Modul drin haben, was du auch wieder standardisieren musst und ich weiß nicht. Also es wirkt sehr, sehr schwierig, das zu machen. Die EU plant ein Verbot von Diesel-Lkw ab dem Jahr 2035. Also das ist Fakt aber ich glaube, sie... Weichen Sie jetzt wieder auf? Mein schlauer Zettel sagt, dass es fake ist, dass es bisher kein generelles Verbot gibt, aber dass die Grenzwerte strenger werden. Achso okay. Ja gebe ich dir. Es gibt, ja okay, Verbot, aber sehr starke Zwangsmaßnahmen, dass es die Richtung gehen soll. Okay, also du sagst in neun Jahren wird es schon sehr schwierig, diese LKW zuzulassen Zuzulassen, glaube ich, ich glaube nicht, dass die Politik das durchhalten wird, die Verbote durchzuziehen genauso wie gleich im Pkw-Bereich weil das einfach meiner Meinung nach immer noch nicht sinnvoll ist, mit Verboten die Leute da hinzubekommen, sondern marktwirtschaftliche Entscheidungen jetzt übrigens eh zu fahren, weil du einfach dadurch im Endeffekt meiner Meinung nach, wenn du einmal dieses Grundinvest getätigt hast, irgendwann günstigere Preise deinen Kunden anbieten kannst und auch noch gleichzeitig CO2. Neutral fährst, was du ja dem ESG-Bericht deines Kunden mitgeben kannst, aber dieses ganze Verbrenner aus und sonst was, ich finde das, also es ist ein doofes Zeichen, das jetzt zurückzuziehen. Das teile ich, man sollte es nicht tun, man sollte es einfach jetzt durchziehen, man hätte es von vornherein einfach nicht verbieten, also sagen, ab hier darf es nicht mehr, sondern man hätte irgendwie andere Hebel finden müssen, das attraktiver zu gestalten. Also das ist meine persönliche Meinung, vielleicht, ich glaube, bei GPJUG gibt es dann auch andere zwei Meinungen zu, dass wir da viel härter sein müssen, aber... Ich finde, du sollst die Leute überzeugen von was. Ich rede von mir, bei uns intern oft, erzeugt lieber eine Sogwirkung anstatt eine Drückbewegung. Also wenn du eine Sogwirkung erzeugst, dann haben die Leute mehr Bock mitzugehen, anstatt wenn du die in eine Ecke drängst, wo die sich erstmal brüskiert fühlen, dann sagen die erstmal ein länger Nein, als wenn du sagst, hey, ist doch cool, komm mal mit, mach mal eine, fahr mal mit, guck dir das an. Und das finde ich deutlich attraktiver, als dagegen zu treten immer wieder. Kann ich nachvollziehen. Dann kommen wir zu der letzten Aussage. In Deutschland sind mehr Wasserstoff-Lkw als batterieelektrische Lkw zugelassen. Das ist fake, weil... Du kennst bestimmt die Anzahl der batterieelektrischen Lkw ungefähr, ne? Ja, aber ich weiß vor allem die Zulassungszahlen der Wasserstoff-Trucks im letzten Quartal und das waren acht Stück. Versus 1700 E-Trucks. Und ich wette mit dir, dass das irgendwelche Forschungs-Trucks waren, die dazu gelassen wurden. Aber ich möchte nicht gegen Wasserstoff bashen, ich finde das eine valide Option, wenn es im Nahverkehr einfach, wenn du günstig Wasserstoff herstellen kannst, Freiburg machen jetzt zum Beispiel ja alle oder hier oben, mach, ist doch fein. Ich finde immer wieder dieses untereinander bashen dieser Thematik, das habe ich nie verstanden weil wir das gleiche Ziel haben und es auch beides innovativ ist, nur wird das von der Politik einmal von der In der gelben Fraktion wird sich das Wasserstoffthema von alten weißen Männern geschnappt und das grüne Thema, weil wir Grünmitglieder haben uns irgendwie E-Auto geschnappt und dann wurde daraus so ein politisches Thema gemacht, aber eigentlich wollen wir dasselbe, wir wollen weg von Verbrenner und das geht mir in der Diskussion immer so ein bisschen gegen den Strich. Aber wenn wir über Effizienz sprechen, dann ist natürlich der LKW der E-LKW auch, hat einfach große Vorteile gegenüber eines Wasserstoff-LKWs. Deswegen hat sich der ja jetzt auch technisch durchgesetzt. Also man muss sich das ja so vorstellen. Einfach nur, ich bin großer Freund von Common Sense, also allgemeine Logik so grob übersetzt heißt. Bei einem E-Truck, ich erzeuge irgendwo Strom, leite den irgendwo durch, lade den in meine Batterie und verbrauche den sofort, wenn er aus der Batterie rauskommt. Fein. Bei einem Verbrenner, ich organisiere mir irgendwo Diesel, Rohöl erzeugt dann Benzin draus tu den in meinen Verbrenner rein, verbrenne ihn sofort vor Ort. Der Witz ist ja bei Wasserstoff, ich erzeuge irgendwo Wasserstoff, Mit sehr viel Strom, egal woher er kommt, da verliere ich schon 20%. Dann packe ich den in einen Wasserstofftank rein, den ich vorher, also in einen großen Wasserstofftank rein, den ich kühlen muss. Auch Energie, die ich brauche? Eine Wasserstofftankstelle kostet das Fünffache von einer E-Tankstelle. Dann tue ich den Wasserstoff, der hochexklusiv ist. By the way, ich als Chemiker habe sehr viel Angst vor Wasserstoff, weil es ist egal. Es ist aber alles sicher, wenn die jetzt nicht verstehen. Also es ist alles sicher, alles gut. Den tue ich dann in einen Truck rein. Dort wird er dann zu Strom wieder, also nochmal wieder zu Strom gemacht, um ihn dann in eine Batterie zu packen und aus der dann der Elektromotor angetrieben wird. Ja, klingt schon unlogisch wenn man das so erzählt. Du, in der Chemie und in der Physik immer wenn du Energie umwandelst verlierst du immer was. Und hier machst du mutwillig in zwei nicht sehr effizienten Vorgängen, wandelst du Energie einmal von Strom in Wasserstoff, von Wasserstoff in Strom um, anstatt es einfach direkt in eine große Batterie den Strom. Kann trotzdem punktuell sehr viel Sinn ergeben, aber die Technik und der Markt hat einfach entschieden, es ist deutlich einfacher Strom auch. Irgendwo hinzubekommen und natürlich günstig anzubieten, als wenn du immer mit einem Diesel-Truck Wasserstoff irgendwo hinfährst. Ich, es durften lange Zeit Wasserstoff-Trucks keine Wasserstoff transportieren. Aber wobei da gehört auch zu weit, dass E-Trucks noch ganz, ganz am Rand nur für Gefahrgut benutzt werden dürfen. Da ist auch noch ein Thema, wo zum Beispiel E-Trucks noch gar keine Anwendung finden dürfen, weil sie Gefahrgut Gasflaschen Mit Benzin gar nicht fahren dürfen. Das ist auch noch ein Thema, was gelöst werden muss, tatsächlich. Ein letztes Thema haben wir noch was wir lösen wollen. Und zwar wollten wir noch mal kurz über bidirektionales Laden sprechen. Soweit ich weiß, ist das... Auch eher im Pkw-Bereich ein Thema oder habt ihr das im Lkw-Bereich auch als großes Thema? Es wird wahrscheinlich im Lkw-Bereich irgendwann dazukommen. Es ist nur aktuell, weil wir gerade sehr erstmal damit beschäftigt sind, die ganzen Lkw in die Flotten reinzubekommen. Ja, das ist so das Thema. Im Pkw-Bereich ist es schon ein Thema. Ja, ich glaube einfach im LKW-Bereich wird dir keiner sagen, okay, ich stelle jetzt hier meinen LKW hin und du kannst frei auf meinen LKW-Batteriezustand zugreifen. Ich brauche den ja am nächsten Tag. Aber das ist mehr so ein Thema, weil wir ja gerade erst mal am Anfang da stehen im PKW-Bereich Gibt es schon durchaus jetzt Lösungen von den Kollegen von der E.ON beispielsweise. Die Vehicle-to-Home heißt das dann. Es gibt ja so V2, wenn ihr irgendwo V2 irgendwo liest. Vehicle-to-H ist dann Home. Und V2G ist Vehicle-to-Grid, das heißt Netz. Genau, da müssen wir einmal kurz erklären, was überhaupt bidirektionales Laden ist. Also bidirektionales Laden ist einfach erklärt, ich kann in beide Richtungen Energie fließen lassen. Aktuell ist es ja bei einem ganz großen Anteil so, ich lade meine Batterie und fahre dann die Energie. Weg. Bei bidirektionalen Laden benutze ich das Auto als Batteriespeicher und wenn ich dann in meinem Haus Energie benötige nehme ich die aus meinem Auto raus. Warum mache ich das? Weil ich tagsüber das Auto mit meiner PV-Anlage oder mit günstigem Strom, tagsüber, wenn der Strom besonders günstig ist, gibt es ja auch verschiedene Anbieter, Octopus 1.5, Enpal, etc., also vor allem die ersten beiden, um dann die Energie für mein Haus zu nutzen. Man könnte sich einfach auch einen Batteriespeicher einfach installieren, aber das ist so die Idee für das eigene Heim. Ja, ich habe dann halt eine Doppelnutzung Wenn das Auto sowieso rumsteht dann habe ich da eigentlich einen richtig großen Batteriespeicher stehen, bei dem ich, muss ich auch nicht alles abzapfen, es reichen ja ein paar Prozent, wenn ich jetzt nicht gerade fünf Spülmaschinen gleichzeitig laufen lasse. Naja, also zu Hause verbraucht man tatsächlich nicht so viel, wie man dann denkt. Das ist schon ein valider Batteriespeicher. Und das zweite ist dann dieses Vehicle-to-Grid, wo dann in der Zukunft... Die Netzbetreiber dann dein Auto speichern nutzen kann, um Netzspitzen zu minimieren. Das heißt, wenn irgendwo im Netz zu viel Energie gebraucht wird, dass die dann einfach kurzfristig aus deinem Auto Energie auch benutzen damit es einfach zu keinen Lastspitzen kommt, die extrem viel Geld kosten. Das ist aber sehr weite Zukunftsmusik Das geht in der Theorie auch wieder, aber meiner Meinung nach ist das, unser Netz ist noch viel zu undigitalisiert. Ja, also kann mal ein Vorteil werden fürs Stromnetz und kann auch ein Vorteil werden für alle E-Pkw-Fahrer denn eine Studie des Thinktanks Agora Verkehrswende hat untersuchen lassen, wie viel E-Pkw-Fahrer und Fahrerinnen durch dieses bidirektionale Laden sparen können. Und das Ergebnis ist bis zu, das ist natürlich jetzt der Höchstwert, 1.800 Euro pro Jahr. Finde ich schon eine enorme Summe wenn ich mir überlege, dass mein Auto so viel Geld für mich verdient im Jahr. Ja, ich merke schon in meinem Verhalten, also ich bin, also. Und die Theorie des Vehicle-to-Homes und Vehicle-to-Grid, die passt. Alles cool. Man vergisst aber auch noch zwei, drei Sachen. Man vergisst den Nutzer zu Hause. Wann nutzt du das? In welchem Bereich des Tages wird extrem viel Energie benötigt Ist es abends und morgens? Dann, wenn du eigentlich anstecken willst zum Laden. Wer hat sein Auto tagsüber zu Hause stehen, wenn das PV anlagert? Das sind immer so die Anwendungsfälle, wo sich gerade sehr viel, glaube ich, muss ich ein bisschen vorsichtig sein, aber wo sehr viel gerade ein Case gemacht. Der gezeichnet wird, der vielleicht noch ein bisschen länger dauert. Wenn du wirklich dein Auto als Batteriespeicher nutzt und das nicht fährst und deinem Netzbetreiber zur Verfügung stellen kannst, ist doch cool. Das sollte man vielleicht in der positiven Sicht sehen, ob das wirklich in der Realität Anwendung findet, weil du musst dann auch mit deinem Autohersteller natürlich auch d'accord sein, dass der dir deine Batterieleistung... Nicht irgendwann die Garantie abläuft. Da gibt es ja schon Autos wo du mehrere Batteriezyklen also Ladezyklen irgendwie die Garantie erweitert bekommst damit du das irgendwie Anwendung findest für Vehicle-to-Grid. Aber eine Batterie-Lifetime, die hängt ja ganz schwer davon ab, nicht wie viel Energie du reinsteckst und raussteckst, sondern wie oft du das tust. Und wenn du das bereitstellst und es immer wieder lädst und entlädst, das ist ja, davor haben ja viele Leute dann... Auch Angst. In der Theorie finde ich das ein super Thema. Ich glaube, dass es noch ein Case für die Zukunft wird und vielleicht eher im Gewerbe ein Thema sein könnte. Ja, da sind wir auf jeden Fall noch sehr am Anfang und ich glaube, wir können festhalten, dass das ganze Thema die Zukunft der Mobilität spannend bleibt. Auf jeden Fall, das bleibt jeden Tag spannend, definitiv. Wir da auf jeden Fall noch einige Podcast-Folgen zu machen können und es wahrscheinlich immer wieder Updates gibt und auch noch andere Themen, über die wir noch gar nicht gesprochen haben. Aber leider... Ist für uns langsam Schluss und ich muss mich jetzt bei dir bedanken, nein, ich möchte mich bei dir bedanken ich muss mich bei dir verabschieden, so rum. Es war sehr, sehr schön, Charlie, dass hier bei uns warst Vielen Dank. Und mir so vieles erklärt hast über die E-Mobilität im Schwerlastverkehr vor allem in dieser Folge. Und wenn euch gefallen hat, was ihr gehört habt und ihr jetzt vielleicht auch zu E-Lkw-Fans geworden seid, dann lasst doch 5 Sterne für Schifter, da freuen wir uns auf jeden Fall sehr. Ja, vielen Dank dass ich da sein durfte. Immer gerne sagt einfach Bescheid wenn ihr mal wieder was erklärt haben wollt. Ich finde es super wichtig, dass wir ein paar so Alltagmythen und auch politische Mythen ein bisschen einordnen. Es ist alles noch nicht bei 100% und super toll, aber wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg dahin dass wir das, glaube ich, gut auf die Beine stellen können alles. Genau, dafür gibt es Shift und dafür gibt es dann schlaue Gäste wie dich. Ich sage mal Gäste, schlau müssen wir dann auch gucken. Aber vielen Dank. Alles klar, super. Dann bis zum nächsten Mal. Ciao.

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